Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von Erwin Nußbaum

Wahl-Krimi: Nur zwei Orte für VdB. Das bis zuletzt spannende Rennen um das Bundespräsidenten-Amt endete imBezirk mit einem überragenden Hofer-Sieg. Die NÖN sah sich die Besonderheiten genauer an.

Im Gegensatz zum Bezirk Gänserndorf, in dem Norbert Hofer 58,5 % der Gesamtstimmen für sich verbuchen konnte, stellte Alexander Van der Bellen dem Blauen Kandidaten wie hier im Bild österreichweit den sprichwörtlichen Baum auf.  |  NOEN, Mauritsch

Die bis zuletzt spannende Stichwahl um das höchste Amt im Staat lockte in der Region 77,9 % der Wahlberechtigten an die Urnen: Das sind um 5,2 Prozentpunkte mehr als im österreichischen Durchschnitt.

Wäre es nach den Wählern in Großhofen gegangen – Norbert Hofer hätte das Rennen um die Hofburg mit großem Vorsprung für sich entschieden: Bei einer Wahlbeteiligung von 81,7 % – der höchsten im ganzen Bezirk – entfielen 80,5 % der abgegebenen Stimmen in der kleinsten Gemeinde Niederösterreichs auf den FP-Kandidaten.

Auch in der Gemeinde mit den meisten Wahlberechtigten, der Bezirkshauptstadt Gänserndorf, stieg der Blaue mit 54,2 % als Sieger aus dem Boxring – wenngleich nicht so eindeutig wie in Großhofen.

Die höchste Zustimmung fand wenig überraschend Hofer-Gegner Alexander Van der Bellen in Andlersdorf, der zweitkleinsten Gemeinde im Bezirk. Hier hatte Hofer schon im ersten Wahlgang schlechte Karten und bei der Stichwahl am Sonntag gaben 48 Bürger (71,6 %), dem Grünen ihre Stimme. Neben Andlersdorf konnte Van der Bellen nur in Auersthal den Siegerkranz für sich beanspruchen (54,4 % Zustimmung).