Erstellt am 08. Mai 2016, 05:04

von Nina Wieneritsch

Was passiert mit Giftköder-Ausleger?. NÖ Landesjagdverband und WWF beraten am Mittwoch über weitere Maßnahmen.

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Zweimal berichtete die NÖN bereits über tote Wildtiere, die in einem Waldstück bei Zistersdorf tot aufgefunden wurden - höchstwahrscheinlich umgekommen durch Köder mit Carbofuran (einem verbotenen Pflanzenschutzmittel). Die toten Tiere sorgen seither für Wut aufseiten der Bevölkerung, vor allem aber auch unter Tierschützern.

So befassten sich von Anfang an etwa der WWF und die Greifvogelstation Haringsee (EGS) mit der traurigen Causa, auch der NÖ Landesjagdverband ist involviert. Geschäftsführer Peter Lebersorger: „Wir arbeiten schon lange mit dem WWF zusammen. Die vergangenen paar Jahre gab es keine derartigen Vorfälle, jetzt beginnen sie wieder.“

"Werden Maßnahmen überlegen"

Um das weitere Vorgehen zu besprechen, soll heute, Mittwoch, eine Besprechung mit dem Umweltverband WWF stattfinden. Was man sich davon erhofft? „Ich möchte der Besprechung nicht vorgreifen, aber wir werden unter anderem überlegen, welche polizeilichen oder juristischen Maßnahmen ergriffen werden können“, so Lebersorger.

Auch der Verein Gegen Tierfabriken (VGT) mit Obmann Martin Balluch wurde durch die jüngsten Vorfälle auf den Plan gerufen und hat schon lange die Schuldigen ausgemacht: „Es ist wirklich unfassbar, was die Jägerschaft da aufführt. Und es geht schon wieder um Zuchttiere, weil nur wer wie besessen Zuchtfasane aussetzt, möchte um jeden Preis, dass die Raubtiere des Reviers sterben.“ Und weiter: „Wann wird diesen Leuten endlich das Handwerk gelegt?“

Lebersorger vom Landesjagdverband äußert sich dazu nicht, merkt nur knapp an: „Den VGT kommentiere ich nicht.“