Erstellt am 06. April 2016, 12:04

von Thomas Schindler

Wer wird Notarzt stellen?. Der Notarzt-Betrieb wurde vom Land NÖ neu ausgeschrieben. Ab 2017 könnte eine andere Rettungsorganisation als das Rote Kreuz für den Betrieb verantwortlich sein.

Die Gänserndorfer Rotkreuz-Bezirksstelle mit dem Notarztwagen. Wird es dieses Gespann auch ab 2017 geben?  |  NOEN, Rotes Kreuz

Die geplante Reform des Notarztwesens in Niederösterreich sorgt auch in der Stadt und im Bezirk Gänserndorf für Unruhe. Die entscheidenden Fragen sind nämlich: Wer wird den Notarztbetrieb künftig managen? Und: Wird es weiterhin jeweils einen Notarzt in Gänserndorf sowie in Groß-Enzersdorf geben?

Die geplante Reform des Notarztwesens in Niederösterreich sorgt auch in der Stadt und im Bezirk Gänserndorf für Unruhe. Die entscheidenden Fragen sind nämlich: Wer wird den Notarztbetrieb künftig managen? Und: Wird es weiterhin jeweils einen Notarzt in Gänserndorf sowie in Groß-Enzersdorf geben?

Ab 2017 acht Notarzt-Regionen in NÖ

Zur Erklärung: NÖ hat beschlossen, die Notarztversorgung, die ausschließlich vom Land finanziert wird, neu auszuschreiben. Dabei soll Niederösterreich ab 2017 in acht Notarzt-Regionen aufgeteilt sein. Eine dieser Regionen wird aus den Bezirken Gänserndorf, Mistelbach und Korneuburg gebildet.
Notarzt darf längstens 20 Minuten benötigen

Das Land will mit der Ausschreibung eigenen Aussagen nach sicherstellen, dass auch in Zukunft den Bürgern die beste Versorgung zur Verfügung gestellt wird. Der Notarzt soll längstens 20 Minuten zum Einsatzort benötigen. Im vergangenen Jahr waren es im Schnitt knapp unter 13 Minuten. An der Ausschreibung kann jede entsprechende Organisation teilnehmen, nicht nur das Rote Kreuz, das derzeit den Notarztbetrieb organisiert.
Im Moment gibt es in NÖ 32 Notarzt-Stützpunkte, künftig sollen es mindestens 22 sein.

Antos: "Hoffe, dass Notarztbetrieb weiter bei uns bleibt"

Das heißt: Im schlimmsten Fall wird es zehn weniger geben. Die zentral gelegene Bezirksstelle in Gänserndorf (1.257 Notarzt-Alarmierungen im Vorjahr) würde es vermutlich nicht treffen, beim Rotkreuz-Stützpunkt in Groß-Enzersdorf (973 Notarzt-Alarmierungen) sieht dies schon anders aus. Übrigens: Der Bezirk Mistelbach kommt auf 1.626 Notarzt-Alarmierungen und der Bezirk Korneuburg (jeweils ein Notarzt-Stützpunkt) auf 1.790.

Gänserndorfs Rotkreuz-Geschäftsführer Wolfgang Antos gegenüber der NÖN: „Ich persönlich hoffe natürlich, dass der Notarztbetrieb weiterhin bei uns bleibt. Das Gesamtpaket aus Notarzt und Rettungs- bzw. Krankentransport – also alles in einer Hand – hat sich bestens bewährt.“

Wer immer die Ausschreibung gewinnt – man kann davon ausgehen, dass auch das Rote Kreuz mitmacht – muss auf jeden Fall einen Fünf-Jahres-Vertrag erfüllen.