Erstellt am 24. März 2016, 05:04

von Stefan Havranek

Wirbel um Ortsvorsteher in. Engelhartstettens SP-Zabadal beschwert sich über Bestellung von 74-Jährigem: "3.000 Euro Mehrkosten". VP-Ortschef Reiter schießt scharf zurück: "Das ist eine Frechheit".

Geschäftsführender SP-Gemeinderat Andreas Zabadal sieht den Spargedanken ad absurdum geführt.  |  NOEN, Archiv

Für Aufregung sorgte geschäftsführender SP-Gemeinderat Andreas Zabadal mit einem Facebook-Posting, in dem er der Gemeindeführung angesichts der Bestellung eines 74-Jährigen zum Ortsvorsteher von Schlosshof „Freunderlwirtschaft“ unterstellte, „weil er ein Freund des Bürgermeisters ist.“

Zabadal erklärt: „Warum hat der Herr nicht für den Gemeinderat kandidiert? So entstehen 182 Euro monatliche Mehrkosten für die Gemeinde. Da wird ständig vom Sparen geredet und dann wird auch noch der Gemeindevorstand erweitert, was zusätzlich für mindestens 3.000 Euro Mehrkosten sorgt.“ Unter ihm als Bürgermeister habe es auch einen schwarzen Ortsvorsteher gegeben.

"Wäre fast eine Klage wert"

VP-Bürgermeister Josef Reiter zeigt sich empört über die Vorwürfe: „Das ist eine Frechheit von Zabadal, das ist eines Gemeinderats nicht würdig. Der Punkt ist aus der nicht öffentlichen Sitzung, das wäre fast eine Klage wert.“ Über den 74-Jährigen lasse er nichts kommen: „Er hilft, wo er kann, arbeitet mit Begeisterung, hart und oft besser als wesentlich Jüngere und hat sich solche Unterstellungen sicherlich nicht verdient.“