Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:03

von Thomas Schindler

„Zielpunkt“-Konkurs: 100 Arbeiter betroffen. Gänserndorfer AMS wird versuchen, für die Mitarbeiter rasch neue Jobs zu finden: Aussichten aber nicht rosig.

Die Gänserndorfer »Zielpunkt«-Filiale. Dass sie oder eine andere im Bezirk mitsamt der Belegschaft von einem Konkurrenz-Betrieb übernommen wird, ist eher unwahrscheinlich.  |  NOEN, Mattes

Die Insolvenz des Supermarkt-Diskonters „Zielpunkt“ trifft nicht nur die Stadt Gänserndorf, sondern auch sieben weitere Gemeinden im Bezirk – nämlich Deutsch-Wagram, Strasshof, Groß-Enzersdorf, Hohenau, Obersiebenbrunn und Orth. Alle acht Filialen werden demnächst für immer ihre Tore schließen müssen.

Die gesamte Belegschaft – etwa 100 Personen – wird beim Arbeitsmarktservice angemeldet. Gänserndorfs AMS-Chef Alfred Walbert: „Wir gehen davon aus, dass so gut wie alle dieser 100 Mitarbeiter im Bezirk wohnen. Dazu werden noch ein paar Personen kommen, die in Zielpunkt-Filialen in Wien, Mistelbach oder Korneuburg arbeiten, aber in Gänserndorf leben.“ Zur Erklärung: Es entscheidet immer der Wohnort darüber, welche AMS-Stelle für einen zuständig ist.

Laut Walbert muss sich keiner der Betroffenen finanzielle Sorgen machen: „Ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit bekommt jeder seine Arbeitslosen-Unterstützung.“ Der AMS-Chef und sein Team werden sich auch bemühen, für die Zielpunkt-Mitarbeiter so rasch wie möglich neue Jobs zu finden: „Gerade im Handel und Verkauf ist immer viel Bewegung drinnen. Da können sich neue Türen öffnen.“

Trotzdem: 100 neue Arbeitslose zu vermitteln, wird kein leichtes Unterfangen. Das gibt auch Walbert offen zu.