Erstellt am 31. Dezember 2015, 06:38

von Thomas Weikertschläger

Hilfe in größter Not. Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes Gmünd musste besonders nach erfolglosen Reanimationen helfen.

Martina Diesner-Wais (links) und Doris Schreiber (rechts) übergaben den Erlös von 1.100 Euro aus einer Benefizlesung in der Waldschenke Schreiber in Kurzschwarza an Erni Böhm und Manuel Traschl vom Kriseninterventionsteam Gmünd.  |  NOEN, Thomas Weikertschläger

Einen Betrag von 1.100 Euro übergaben Martina Diesner-Wais und Doris Schreiber aus dem Erlös der Benefizlesung in der Waldschenke Schreiber in der Vorwoche (die NÖN berichtete) an das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes in Gmünd.

Geld, das die Mannschaft rund um Teamleiter Manuel Traschl gut gebrauchen kann, um seine Einsätze zu finanzieren. Im abgelaufenen Jahr hatte das Team mit 13 Einsätzen zwar etwas weniger als in den Vorjahren, wo jeweils 17 Einsätze zu absolvieren waren, zu leisten. Einfach ist diese Arbeit aber nicht, schließlich gilt es in Notfällen Betroffene in den ersten – und somit oft schwierigsten – Stunden zu unterstützen.

Traschl erzählt: „Die meisten Einsätze haben wir nach erfolglosen Reanimationen zu absolvieren. Dann gilt es meist, Ehepartner zu betreuen.“ Aber auch nach Verkehrsunfällen oder bei Sucheinsätzen nach vermissten Personen stehen die freiwilligen Helfer zur Verfügung, um Angehörigen zu helfen. „Wenn wir dann merken, dass weitere Hilfe notwendig ist, fordern wir Experten des NÖ-Akutteams an“, so Traschl.

Psychologen klären Eignung für Mitarbeit ab

Bei der derzeitigen Einsatzzahl sei das Team mit zehn Mitgliedern (Silvia Thor, Anita Winkler, Margit Decker, Erni Böhm, Gabriela Pichler-Litschauer, Helga Wimmer, Herta Koller, Sonja Hödl und Gabriele Amstetter) ausreichend, allerdings könne man sich bei Interesse beim Roten Kreuz melden. Nach einem Erstgespräch mit Traschl klären Psychologen die tatsächliche Eignung. Traschl: „Wichtig ist es, dass sich Interessenten im Vorfeld selbst klar werden, ob sie dieser Aufgabe gewachsen sind. Man muss wissen, dass man sich selbst einer psychischen Belastung aussetzt, um anderen zu helfen.“

Dann erwarte die Interessenten ein zusammengeschweißtes Team: „Wir sind eine tolle Einheit. Die Einsätze werden zu zweit absolviert, da ist es wichtig, dass man Vertrauen hat und sich auf den Partner verlassen kann.“