Erstellt am 13. Januar 2016, 05:23

2015 brachte Negativrekord. Erstmals waren im Jahres-Durchschnitt mehr als 11 Prozent aller Arbeitsfähigen im Bezirk ohne Job. Und: +30 Prozent bei Langzeitarbeitslosigkeit!

 |  NOEN, APA/Herbert Neubauer
Kurz nach Jahresende zieht das AMS Gmünd eine erste Bilanz über 2015. Trotz des leichten Konjunkturanstiegs stieg die Zahl der Arbeitslosen aufgrund des immer größer werdenden Arbeitskräfteangebots stark an.

AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger: „Die Unternehmen konnten bei weitem nicht im selben Umfang das verfügbare Personalangebot abrufen.“

Für den Bezirk Gmünd bedeutet das bei den Beschäftigten sogar einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent. Mit durchschnittlich 13.800 Beschäftigten liegt der Wert um 20 unter dem des Vorjahres. Bei der Arbeitslosigkeit gibt es hingegen ein klares Plus von 7,5 Prozent. Im Jahresschnitt waren 1.711 Personen (davon 753 Frauen) ohne Job. Rechnet man die Personen in Schulung dazu, waren im Schnitt gar 1.883 Personen aus dem Bezirk vorgemerkt. Die Arbeitslosenquote im Bezirk überspringt daher erstmals die 11-Prozent-Marke, gegenüber 2014 ist das ein Plus von 0,7 Prozent.

AMS weist auch Erfolge vor

2015 wurden 2.300 Jobsuchende wieder in Beschäftigung gebracht und knapp 860 freie Stellen und Lehrstellen mit passenden Arbeitskräften besetzt. Auch bei Jugendlichen unter 25 Jahren ist der Anstieg mit 2,7 Prozent (um 6 auf 227 Personen) relativ gering.

Problematisch ist jedoch die Langzeitarbeitslosigkeit, wo es gegenüber 2014 ein Plus von 29,6 Prozent gab: 430 Personen sind bereits länger als ein Jahr durchgehend ohne Job. Besonders trifft das Personen über 50 Jahren, bereits jeder zweite Langzeitarbeitslose gehört dieser Altersgruppe an. Insgesamt waren im Schnitt 554 Personen über 50 arbeitslos. Daher soll 2016 noch stärker auf die Kampagne „Einstellungs-Sache 50+“ gesetzt werden. Ableidinger: „Sie hat schon 2015 gewirkt, als 505 Personen ab 50 der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben gelungen ist.“

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