Erstellt am 04. Dezember 2015, 05:03

von NÖN Redaktion

Adolf Trötzmüller tot. Der ehemalige Direktor des Gmünder Gymnasiums, Adolf Trötzmüller, verstarb im 94. Lebensjahr.

 |  NOEN, zVg

Der ehemalige Direktor des Bundesgymnasiums Gmünd, Hofrat Adolf Trötzmüller, verstarb am 23. November im 94. Lebensjahr. Mit ihm verliert das Gymnasium eine große Lehrerpersönlichkeit.

Trötzmüller wurde am 24. März 1922 geboren und übersiedelte mit seinen Eltern als Kind nach Kautzen, wo sein Vater Schuldirektor und später auch Bürgermeister war. 1941 legte er die Reifeprüfung am Bundesrealgymnasium Waidhofen ab und wurde anschließend zum Militärdienst eingezogen.

Nach der Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenenschaft studierte er Mathematik und Physik an der Universität Wien und schloss das Studium 1951 ab. Er begann seine berufliche Laufbahn am Gymnasium und im Konvikt Waidhofen und wurde auf eigenen Wunsch 1955 nach Gmünd versetzt.

Seit 1974 Gymnasiumsdirektor

Bereits 1959 wurde er zum Administrator des Gymnasiums ernannt, baute mit dem damaligen Direktor Johann Reilinger einen Lehrkörper auf, der Lehrer an die Schule brachte, die auch gerne in Gmünd unterrichteten. Gemeinsam mit Reilinger setzte Trötzmüller auch die wesentlichen Schritte für den Neubau des Gymnasiums am heutigen Standort und für die reibungslose Übersiedelung in das neue Gebäude 1969.

Mit 1. September 1974 wurde er zum Direktor des Gymnasiums ernannt, er erhielt den Berufstitel Hofrat verliehen und leitete die Schule bis August 1986. – Adolf Trötzmüller war eine Lehrerpersönlichkeit, die sehr gut erklären konnte und durch seine verständnisvolle und ausgeglichene Art sehr geschätzt war. Das Begräbnis fand am Freitag in Kautzen statt und wurde vom Gmünder Stadtpfarrer Rudolf Wagner zelebriert.

Adolf Trötzmüller war seit 1960 Ehrenmitglied der Katholischen Studentenverbindung Leopoldina Gmünd. Auch für den Lions-Club setzte er sich ein. Namens der Leopoldina und des Gymnasiums Gmünd sprach Leopoldina-Philistersenior Hannes Ramharter Abschiedsworte.