Erstellt am 10. März 2016, 04:49

von NÖN Redaktion

Älteste Frau ist 105: Feier für Margarete Tröstl. Margarete Tröstl, älteste Bürgerin des Bezirkes Gmünd, über die Freuden einer 105-Jährigen – und den 106. Geburtstag.

Die älteste Bürgerin im Bezirk Gmünd, Margarete Tröstl, feierte im Moorbadheim Schrems ihren 105. Geburtstag. Im Bild von links: Nichte Marga Ecker, Schwiegertochter Charlotte Tröstl, Sohn Horst Tröstl, Bezirkshauptmann Johann Böhm, Bürgermeister Karl Harrer, Heimdirektor Johann Deinhofer, Kaplan Thomas Kuziora, Pflegedienstleiterin Maria Faltin und Hildegund Rubicko (Pflege- und Betreuungs-Managerin). Foto: Bezirkshauptmannschaft  |  NOEN, Bezirkshauptmannschaft Gmünd

Ein seltenes Fest gab es im Moorbadheim Schrems. Die älteste Einwohnerin des Bezirk Gmünd, Margarete Tröstl, wurde 105 Jahre alt.

Die Jubilarin genoss die für sie jugendliche Gratulantenschar um Bezirkshauptmann Johann Böhm, Kaplan Thomas Kuziora und Bürgermeister Karl Harrer. Zum 105er wurde natürlich mit einem Glas Sekt angestoßen. Dabei erzählte die Jubilarin aus ihrem Leben.

Eine entbehrungsreiche Kindheit

Aufgewachsen ist Tröstl in der Gmünder Böhmzeile, direkt neben der Lainsitz. Die Kindheit sei entbehrungsreich gewesen. Mit ihren vier Geschwistern wuchs sie aber in Geborgenheit auf, erfuhr damals, was Gottvertrauen und Ehrlichkeit ausmachen. Das ist ihr noch heute wichtig.

In der Firma Bobbin fand Tröstl Arbeit. In dieser wirtschaftlich schlechten Zeit lernte sie im Café Schneider in Gmünd ihren späteren Gatten, einen Offizier und gelernten Tischler, kennen. Nach der Hochzeit kam Wunschkind Horst zur Welt.

„Fröhlich sein, lachen, nicht rauchen“

Die Familie übersiedelte arbeitsbedingt nach Wien, wo die Jubilarin 35 Jahre lang als Reiseassistentin bei den Persil-Werken arbeitete. Aus dieser Zeit erzählt sie noch gerne zahlreiche humorvolle Schmankerl.

Seit 2014 wohnt Tröstl im Pflegeheim Schrems. Mit Schweinsbraten und Kartoffelknödel lässt sie sich vom Küchenleiter verwöhnen und genießt die Stunden mit Sohn, Schwiegertochter und Nichte, die sie oft besuchen.

Patentrezept fürs Altwerden hat sie keines, aber Tipps: „Fröhlich sein, lachen, nicht rauchen, wenig Alkohol und den Schweinsbraten genießen.“ Im Moorbadheim ist Tröstl, die ihre Betreuerinnen liebevoll „Schwesterlein“ nennt und ihnen immer wieder „einen goldenen Stern“ wünscht, sehr glücklich.

„Sollte das der liebe Gott wollen, dann werde ich auch den 106. Geburtstag in Dankbarkeit feiern“, blickt Margarete Tröstl in die Zukunft.