Gmünd

Erstellt am 20. April 2017, 06:00

von Thomas Weikertschläger

Warten auf das Internet. A1-Kunden in Gmünder Katastralgemeinde klagen über schlechte Internet- und Mobilfunknetz-Versorgung. Die A1 gibt „nicht optimale Versorgung“ Breitensees zu.

Ihren Unmut über die schlechte Internet- und Mobilfunkabdeckung in ihrem Ort bringen Karl Ferus (rechts) und einige Breitenseer klar zum Ausdruck. Sie fühlen sich von A1 als Kunden zweiter Klasse behandelt.  |  privat

Download, Streamen, Chatten – rasches und vor allem ständig verfügbares Internet ist aus unserer Gesellschaft kaum noch weg zu denken. Umso größer ist daher derzeit die Verärgerung vieler Breitenseer über die aus ihrer Sicht unzureichende Mobilfunk- bzw. Internetversorgung in der Gmünder Katastralgemeinde Breitensee.

Karl Ferus startete daher eine Unterschriftenaktion, um sie dem Mobilfunkanbieter A1 vorzulegen und so den Konzern auf die Problematik aufmerksam zu machen. Er habe schon versucht, über die Hotline bzw. per Mail die A1 dazu aufzufordern, die Netzqualität in Breitensee zu erhöhen, die Reaktion seitens des Unternehmens sei aber stets ausgeblieben. Auch „persönliche Interventionen“ bei A1-Vertretungen in der Region hätten nicht den erhofften Erfolg gebracht.

Breitenseer wollten es sich nicht bieten lassen

Es sei beschämend, dass in Zeiten, in denen das Internet ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Lebens sei, ein Unternehmen wie die A1 nicht in der Lage sei, eine ausreichende Netzabdeckung zustande zu bringen, so Ferus. „Abgesehen von uns normalen Nutzern gibt es in Breitensee ja auch Firmen, die auf eine schnelle Verbindung angewiesen sind“, begründet er seinen Ärger.

Zudem müssten ja auch Schüler aus Breitensee ihre Hausaufgaben online erledigen. Die Breitenseer wollten es sich daher nicht mehr bieten lassen, für die gleichen Kosten, wie sie Kunden in Ballungszentren entstehen, weniger – oder fast gar keine – Leistung zu erhalten.

Seitens der A1 erklärt Martin Rohlik, dass man mit Ferus bereits mehrmals in Kontakt gewesen sei, „um eine für ihn zufriedenstellende Lösung herbei zu führen“. Die bestehende Infrastruktur in Gmünd sei so weit wie möglich optimiert worden. „Aufgrund der Entfernung zur Funkstation in Gmünd/Ost ist die Versorgung von Breitensee jedoch nicht optimal“, gesteht Rohlik.

nöGIG will noch heuer mit Bauarbeiten starten

Er verweist darauf, dass für den weiteren Breitband-Ausbau in Gmünd die nöGIG den Förderzuschlag des Bundes erhalten habe. „Um Breitbandprodukte für alle A1 Kunden in optimaler Qualität anbieten zu können, strebt A1 daher in Zukunft eine entsprechende Kooperation an“, so Rohlik weiter.

Die Hoffnungen der Breitenseer ruhen nun eben auf diesem Glasfaserausbau, den die nöGIG in der Kleinregion Waldviertler StadtLand derzeit forciert. Laut nöGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber soll mit den Bauarbeiten in Breitensee fix noch heuer begonnen werden, mit der Fertigstellung der Versorgung für die gesamte Gemeinde Gmünd rechnet er dann für Mitte 2018.

Einen genauen Termin für die Arbeiten in den einzelnen KGs könne man noch nicht nennen, da die Arbeiten mit der Gemeinde bzw. Unternehmen wie der EVN oder auch A1 (wie derzeit in der Gmünder Weitraer Straße, die NÖN berichtete) abgestimmt werden müssen.

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