Erstellt am 06. März 2016, 05:04

von Thomas Weikertschläger

AMS: Positive Signale. Erstmals seit September 2014 Rückgang bei Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich. Zahl offener Stellen steigt.

Positive Nachrichten kommen aus dem Gmünder AMS.  |  NOEN, ML

Es gibt sie also doch noch – die positiven Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Im Bezirk Gmünd verzeichnet das AMS Ende Februar einen leichten Rückgang an Arbeitslosen. Mit 2.229 Personen waren um 149 (-6,3 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet, als Ende Jänner.

Auch im Vergleich mit dem Februar 2015 ist ein Rückgang zu verzeichnen. Heuer sind 61 Personen (-2,7 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet. Damit kann erstmals seit September 2014 im Jahresvergleich ein Rückgang verzeichnet werden. Dennoch liegt die geschätzte Arbeitslosenquote im Bezirk mit 14,4 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt von 10,8 Prozent.

Verantwortlich für diese positive Entwicklung macht AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger den frühen Saisonbeginn im Baugewerbe. Allein hier ging die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um 49 auf 418 zurück, das ist ein Rückgang um 10,5 Prozent. Auch in den Holzberufen wurde ein starker Rückgang um 13 Betroffene (-18,6 Prozent) auf 57 Personen erreicht.

Ableidinger: „Wegen Lehrstellen melden“

Für die nächsten Monate ist – saisonbedingt – mit einer weiteren Entspannung der Situation zu rechnen. „Von den insgesamt 2.229 Vorgemerkten haben 798 Personen, also knapp 36 Prozent, eine konkrete Einstellzusage für das Frühjahr“, erklärt Ableidinger.

Auch was die offenen Stellen betrifft gibt es Positives. Derzeit sind beim AMS 152 Stellen (19 davon sofort verfügbar) gemeldet – ein Plus von 31 Stellen im Vergleich zum Vorjahr. Ableidinger appelliert an Jugendliche, die auf Lehrstellensuche sind, sich beim AMS zu melden.

80 offenen Lehrstellen stehen derzeit 30 Lehrstellensuchende gegenüber. „Wir wissen aber aus Erfahrung, dass viel mehr Jugendliche Lehrstellen suchen, und die sich noch nicht bei uns gemeldet haben. Jetzt ist das Angebot noch groß, in ein paar Monaten kann die Situation wieder anders aussehen.“