Erstellt am 12. Februar 2016, 05:28

von Thomas Weikertschläger

Auf Hund gekommen. Die Kirchbergerin Kerstin Hinger (20) erobert mit selbst genähten Hunde-Halsbändern internationalen Markt.

In ihrer kleinen Werkstätte produziert Kerstin Hinger derzeit fünf bis 15 individuelle Hundehalsbänder pro Woche.  |  NOEN, Thomas Weikertschläger
Eine innovative Idee, viel Eigenengagement und das passende Umfeld – die 20-jährige Kirchbergerin Kerstin Hinger erobert derzeit mit ihren selbst genähten Hundehalsbändern den internationalen Markt.

„Meine Kunden kommen zu 50 Prozent aus Österreich. Aber auch aus Deutschland, Schweiz und zuletzt sogar Belgien kommen laufend Anfragen“, erzählt die Jungunternehmerin. Vor zwei Jahren hat sie das Gewerbe angemeldet, bereut hat sie den Schritt nie: „Ich will eine Arbeit haben, die mir Spaß macht!“

Idee war Zufall

Auf die Idee, individuelle Hundehalsbänder zu fertigen, kam sie durch Zufall. Als sie sich gerade auf ihren ersten eigenen Hund freute, habe sie für ihn nach einer Anleitung im Internet ein Halsband genäht: „Ich habe ein Foto davon auf Facebook gepostet, dann haben Freundinnen angefragt, ob ich für ihre Hunde auch ein Halsband machen kann.“ Damit sei der Stein ins Rollen gekommen und die Idee zum Online-Shop „Prinzessa-Dogfashion“ geboren worden, zumal eine Freundin in Großreichenbach (Gemeinde Schweiggers) als Züchterin tätig ist und sich dadurch viele Kontakte in die Hundeszene ergaben.

Neben ihrem eigenen Unternehmen absolviert die gelernte Pferdewirtschafts-Facharbeiterin derzeit eine Lehre als Einzelhandelskauffrau. „Meine Chefin hat viel Verständnis dafür, wenn ich mehr Zeit für einen Großauftrag brauche“, so Hinger, die sich das Nähen selbst beigebracht hat. – Derzeit produziert sie je nach Auftragslage bis zu 15 Bänder pro Woche. Gefertigt werden diese aus Leder oder Neopren, Kunden können aus 200 bunten Musterborten für individuelle Bänder für ihre vierbeinigen Lieblinge wählen.