Erstellt am 08. Januar 2016, 05:43

von Thomas Weikertschläger

Aus für Stadl ist fix. Der Kampf des Heimat-Vereins rund um Maria Mülleder um das Vereinsheim ist verloren – Stadl wird abgerissen.

Der Zubau zum Vereinsstadl in Stadlberg wird bald Geschichte sein.  |  NOEN, Weikertschläger

Eine böse „Weihnachtsüberraschung“ erlebte der Verein zur Pflege der Landschaft in Stadlberg in der „unendlichen Geschichte“ rund um den Abriss des Vereinsstadels (die NÖN berichtete mehrfach). Wenige Tage vor Weihnachten flatterte ein Schreiben der Bezirkshauptmannschaft Gmünd bei Elfriede Stadler, Eigentümerin des Grundstückes, auf dem der Vereinsstadel steht, herein.

„In einem Androhungsbescheid wurde ihr mitgeteilt, dass der Zubau zum Vereinsstadel binnen vier Monaten abzubrechen ist“, so Vereinsobfrau Mülleder. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass gegen diesen Bescheid keine Rechtsmittel zulässig sind. Mülleder, die mehrfach beteuert hatte, den Kampf gegen den Abriss nicht aufgeben zu wollen, kontaktierte darauf hin die BH und arrangierte ein Treffen mit Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Martha Haselsteiner am 5. Jänner.

"Alles andere wäre Amtsmissbrauch"

Dabei hatte der Verein die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge vorzubringen, aber: „Es gab bereits einen rechtskräftigen Abbruchbescheid. Der wurde nicht umgesetzt. Wir sind zum Vollstreckungsauftrag gezwungen. Alles andere wäre Amtsmissbrauch“, so Haselsteiner zur NÖN. Komme der Verein dieser Aufforderung nicht nach, so würde die BH Kostenvoranschläge für den Abriss einholen und diesen auf Kosten des Vereins durchführen lassen.

Auch Bürgermeister Harald Vogler (ÖVP) nahm an diesem Treffen teil, im Vorfeld meinte er: „Die Sache ist über den Verfassungsgerichtshof gelaufen und entschieden.“ Zumindest habe der Verein nun die Möglichkeit zur Stellungnahme bei der Behörde gehabt, aber: „Der Behördenweg ist eine Sache. Die Menschlichkeit die andere. Und die ist in dieser Sache auf der Strecke geblieben“, so der Ortschef.