Erstellt am 14. Januar 2016, 05:03

von Markus Lohninger

Ausblick auf 2016: Neues bleibt erhalten. Nach positivem Rückblick auf 2015: Zweite Auflagen von Fischmarkt & „Pfinxt‘n“ fix, auch Holzbau nimmt Form an.

Einen fröhlich bunten Neujahrs-Empfang fern von Wahlkampftönen und Gedanken an das (im Vorjahr abgeschlossene) Sanierungsverfahren gab es am 10. Jänner im Volksheim Heidenreichstein – eine große Schar an Gästen stand dabei auf der Bühne. Im Rahmen des Empfanges wurden auch stattliche 15.000!  |  NOEN, Markus Lohninger

Auf ein Jahr mit vielerlei Lichtblicken für Heidenreichstein blickte Bürgermeister Gerhard Kirchmaier (SPÖ) beim Neujahrs-Empfang am 10. Jänner zurück. „Die Stadtgemeinde wurde aus dem im Jahr 2009 gestarteten Sanierungsverfahren entlassen, hat ihre volle Entscheidungsfähigkeit zurückerlangt“, rekapitulierte er die wichtigste Veränderung im Jahr 2015.

Auch Neues ist entstanden – so strich Kirchmaier den ersten regionalen Fischmarkt im Frühling und das „Pfinxt‘n“-Festival auf der Burg hervor. Beides resultierte aus der Arbeitsgruppe „Hirnschmalz“ für Wirtschaft und Kultur, feierte einen höchst erfolgreichen Start und wird dieses Jahr wiederholt. In beides involviert ist Reinhard Sprinzl, der fürs Festival ein Wiedersehen mit dem Streicher-Duo „BartolomeyBittmann“ versprach und eine erste Begegnung mit Erwin Steinhauer auf der Burg in Aussicht stellte.

Säuerl, Kaburek und Schneider auf der Bühne

Moderator Martin Hetzendorfer holte zudem Ingrid Säuerl (Kunsthandwerksmarkt), Musikschulleiter Martin Kaburek und Sonja Schneider – die den Auftritt des Pop-Vocalensembles der Musikschulgemeinde leitete und Musiker der Stadtkapelle zum Singen animierte – auf die Bühne. Zum Talk-Gast hatte er auch Martin Tauber von „Motorfun B30“.

Das viel beachtete Projekt verbindet am ehemaligen Gobl-Areal Schauraum, Werkstatt, Lackier- & Waschboxen, Ersatzteillager und Gastronomie. Ob ihm die Investition Bauchweh bereite, fragte Hetzendorfer. „70 Prozent der Umbauarbeiten wurden von den drei in der GmbH tätigen Gesellschaftern in Eigenregie geleistet – neben den Familien und den bestehenden Unternehmen, die ja auch laufen müssen“, sagte Tauber: „Wir haben Tag und Nacht gearbeitet, da hat alles mehr weh getan als der Bauch.“

Auch für 2016 bleibt genug zu tun

Für 2016 bleibt nicht nur für Tauber & Co genug zu tun. Im Frühjahr soll der Mittelschul-Umbau starten, in Seyfrieds, Brandhäuser und Wielandsberg stehen Kanal bzw. Wasserarbeiten an. Und dann bleibt das Dauerthema „Holzbau-HTL“.

„Wir wollten eine Fachhochschule, weil Firmen die Spezialausbildung für mehrgeschoßigen Holzbau und Hybridbauweisen mit Stahl oder Glas brauchen. Aber es gab Konkurrenzgedanken“, räumte Initiator Andreas Talkner ein. Jetzt gehe der Tenor in Richtung Kolleg, da gebe es keine Konkurrenz. Talk ner: „Wir haben sogar die HTL Krems als Partner gewonnen.“ Jetzt gehe es um die Erarbeitung von Lehrplänen, Zusammenstellung des Personals oder die Suche nach Fördermöglichkeiten.

Den Bedarf für eine HTL habe es nicht gegeben, sagte der ins Boot geholte Unternehmensberater Siegfried Wirth, die Nachfrage zur Wissensvermittlung an bereits Beschäftigte in Firmen wie Elk, Talkner oder Longin sei jedoch sehr groß. Der Vorteil darin sei die Alleinstellung („das gibt es sonst nirgends“) und der Umstand, dass auch die Ecoplus derzeit voll auf mehrgeschoßigen Holzbau setze. Noch im Frühjahr sollen die Weichen für das Kolleg gestellt sein.

Geehrt wurde auch: Betriebsseelsorger Karl Immervoll, neuerdings wie berichtet Papst-Leo-Preisträger, erhielt das Goldene Ehrenzeichen der Stadt.