Erstellt am 19. Mai 2016, 04:14

von Thomas Weikertschläger

Ausländer ausgeschlossen? Wirbel nach „Halli Galli“. Facebook-User kritisieren Organisatoren einer Party in Hoheneich als ausländerfeindlich und diskriminierend – Veranstalter wehrt sich.

Bei der »Halli Galli«-Party des Sportvereins Haie Hoheneich sorgten DJ Bernd W. und DJ Mendoza für die nötige Power - und Ausweiskontrollen für eine heftige Diskussion im Internet. Am Sonntag gab es dann für die ältere Generation einen Frühschoppen mit entsprechender musikalischer Umrahmung. Im Bild stehend: Kevin Rossmanith, Peter und Sandra Steiner, Thomas Riedl, Sabine Geist, Martin Ledermüller, Klemens Forstner, David Geist, Felix Eigenschink, Dominik Eichmann, Thomas Kapeller, Viktoria Koppensteiner, Robert Bub und Gabi Weiss; hockend: Carmen Riedl, Nemci Cetin, Michael Galina und Sebastian Smetacek. Foto: Karl Tröstl  |  NOEN, Karl Tröstl
Dass bei einer Fete, die den Namen „Halli Galli Dregsauhosnowe Party“ trägt, die Wogen hoch gehen können, liegt auf der Hand. Doch auch noch einige Tage später sorgt die vom Hoheneicher Sportverein organisierte Feier vom Pfingstsamstag für jede Menge Gesprächsstoff.

Heftige Wortgefechte inklusive

Einige Besucher klagten auf der Facebook-Seite der Veranstaltung über die ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Ausweiskontrollen und warfen den Organisatoren diskriminierendes und ausländerfeindliches Verhalten vor. Ausländern oder „ausländisch aussehenden“ Personen sei der Zutritt verweigert worden, heißt es da etwa – heftige Wortgefechte inklusive.

Stefan Reininger, der seitens des Vereins für die Organisation der Veranstaltung mitverantwortlich war, bestätigt gegenüber der NÖN, dass man bestimmten Besuchern Ausweise abgenommen und beim Verlassen der Veranstaltung wieder gegeben habe. Aber: „Auch von Österreichern, wenn wir gewusst haben, dass es mit diesen schon mal Probleme gegeben hat“, so Reininger.

x  |  NOEN, Facebook/Screenshot Lohninger


Zu den von einigen Gästen wahrgenommenen Problemen sei es gekommen, weil einige der ausländischen Gäste (laut Reininger im Gegensatz zu den österreichischen) behauptet hätten, keine Ausweise bei sich zu haben. Als ihnen darauf hin der Zutritt verweigert wurde, hätten sie plötzlich doch Ausweise gehabt, oder versucht, eine E-Card vorzuweisen.

Reininger: „Da ist aber kein Foto drauf. Die hätte auch von jemand anderem stammen können.“ Zudem sei die Vorgehensweise, Ausweise einzubehalten, auch in Diskotheken normal.

Warum man diese Vorgehensweise gewählt hat, begründet Reininger mit Selbstschutz für den Verein: „Wenn etwas passiert, haftet der Obmann.“ Man habe bei einer vom Verein zu Silvester organisierten Party schlechte Erfahrungen gemacht, und habe sich so vor neuerlichen Problemen schützen wollen. Und das sei gelungen, denn: „Obwohl mehr als 1.000 Gäste in der großen Halle waren, ist nichts passiert.“

„Wir hatten schon Asyl-Werber im Verein“

Kurios findet er, dass jetzt versucht werde, den Verein als ausländerfeindlich hinzustellen, schließlich seien sowohl in der Kampfmannschaft als auch der Reserve immer wieder ausländische Spieler dabei. Einige davon hätten auch diesmal bei der Veranstaltung mitgeholfen.

„Wir hatten auch schon Asylwerber dabei, die mit uns trainieren und mit denen wir gemeinsam etwas unternommen haben“, so Reininger, der sich auch darüber ärgert, dass einige der Kommentare auf Facebook von Personen stammen, die gar nicht auf dem Fest gewesen seien.