Erstellt am 10. Dezember 2015, 15:08

von Markus Lohninger

B41-Ausbau: Die Planung läuft. 2016 soll Bauvorbereitung für die letzten vierspurigen Etappen zwischen Gmünd und Schrems folgen - Brücke inklusive.

 |  NOEN, privat

In den weiter entfernt gelegenen, großteils nur mit zweispurigen Straßen an die Umgebung angebundenenGemeinden wird er mitunter belächelt, im Raum Gmünd- Schrems ist der vierspurige Ausbau der B41 zwischen den beiden größten Städten des Bezirkes aber sehr wohl ein Thema. Und das wird er auch bleiben: Nachdem im Sommer der vierspurige Ausbau von 350 Straßenmetern zwischen Hoheneich und Schrems gestartet wurde, läuft nun auch schon die Planungsphase für die Verbreiterung der weiteren Strecke.

Das bestätigt Günther Denninger, Leiter der dafür zuständigen Straßenbauabteilung des Landes NÖ in Waidhofen gegenüber der NÖN. „Heuer ging das Teilstück aber relativ einfach, die Kosten waren einigermaßen überschaubar (Anm.: insgesamt 620.000 Euro). Die nächsten Abschnitte werden teurer“, sagt Denninger.

2016 soll der Fokus demnach auf die Bauvorbereitung inklusive Grundablösen und Behördenverfahren bis Schrems gelegt werden. Dabei soll die Verbreiterung der mit 12.000 Fahrzeugen am Tag verkehrsreichsten Straße im Waldviertel im Bereich zwischen Hoheneich und dem Knoten Anderlfabrik der nächste zur Realisierung kommende Abschnitt werden, der übernächste Abschnitt aber genauso schon mitberücksichtigt werden.

Brücke bei Anderlfabrik, Radweg bis Schrems

Fragezeichen stehen – da eine vierspurige Trasse keine Linksabbieger vorsieht – unter anderem hinter den Kreuzungen Anderlfabrik/Neuniederschrems und Niederschrems/Schotterwerk. Bei der Anderlfabrik zeichnet sich der Bau einer Brücke ab, die inklusive nötiger Anbindungen freilich kostet.

Aus Hoheneicher Sicht sind, wie Bürgermeister Roland Wallner (ÖVP) sagt, alle Hausaufgaben für den Ausbau erfüllt. Der Bereich ab der Anderlfabrik liegt im Schremser Gemeindegebiet. Dort möchte Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ) bei einer demnächst angesetzten Verkehrsverhandlung noch einige Anliegen einbringen. So geht es ihm um den Lückenschluss des Begleitweges im Bereich unterhalb des Höfentöckteichs, der in weiterer Folge auch eine durchgehende Radweg-Verbindung zwischen Gmünd, Hoheneich und Schrems ermöglichen würde.

Außerdem will sich Harrer für eine Ausschleifspur von der B41 aus Schrems kommend rechts nach Neuniederschrems einsetzen. Ortsvorsteher Karl Schierl hatte ihm dazu vor bald einem Jahr über 70 Unterschriften von Dorfbewohnern übergeben. Sie fürchten eine erhöhte Gefahr für Auffahrunfälle seit der Zusammenlegung der Ausfahrten nach Hoheneich und Kleedorf. „Noch ist an der Stelle nichts Dramatisches passiert, man sollte das Unglück aber nicht herausfordern“, sagt Harrer. Er drängt auf eine rasche Reaktion der Straßenbauabteilung – und will andernfalls eine eigene provisorische Lösung durch die Stadtgemeinde herbeiführen.