Erstellt am 25. Februar 2016, 05:04

von Markus Lohninger

Hündin in Gmünd vergiftet. Die 22 Wochen alte Ronja brach nach einem Ausflug zur Blockheide und zum Teichkettenweg zusammen. Es war Gift.

Die Meldung über angebliche Giftköder in der Blockheide verbreitete sich in Windeseile - auch wegen handgeschriebener Zettel beim Eingang.  |  NOEN, Petra Suchy


Zuerst hatte es am 16. Februar noch nach einem vorschnell verbreiteten Gerücht über einen „Giftalarm“ im Naturpark Blockheide ausgesehen.

Auf Facebook wurde die Meldung an zwei Tagen mehr als 650 Mal mit anderen Nutzern geteilt – samt wüster Reaktionen auf die „karakterlosen“ Täter („Bestien“) und der Drohung, sie „das Zeug selbst fressen zu lassen“, wenn sie je beim Auslegen des Giftes erwischt werden.

Die Besitzerin, die in der NÖN nicht namentlich genannt werden möchte, hatte zunächst selbst am Freitag noch keine definitive Bestätigung für eine Vergiftung der 22 Wochen alten Ronja. „Sie saugt alles auf, ist der reinste Staubsauger“, hatte die Gmünderin den Verdacht, dass ihr Vierbeiner womöglich auch ein krankes Tier zwischen die Kiemen gekriegt haben könnte: „In ihrem Magen wurde ein Knochen gefunden. Keiner weiß, woher sie den hat – aus meinem Kompost sicher nicht.“

Am Montag herrschte allerdings offenbar Klarheit: Die Hündin wurde am 16. Februar während einer Runde in die Blockheide und zum Fuchsteich am Teichkettenweg vergiftet, „alles Andere als eine Vergiftung wurde ausgeschlossen.“

Kosten gehen in hohen vierstelligen Bereich

„Drei Stunden nach dem Spaziergang ist sie zuhause von einer Sekunde auf die nächste zusammengebrochen“, sagt die Gmünderin. Die Hündin wurde nach einem kurzen Aufenthalt in der Tierklinik Zwettl in die renommierte Tierklinik Hollabrunn überstellt – alleine an den ersten drei Tagen häuften sich Kosten in der Höhe von 1.500 Euro an, zumal Ronja immer noch krampfte und der Magen gespült werden musste.

Erst am Montag konnte die Hündin wieder heimkehren.

Ihr Frauchen will niemandem einen Vorwurf machen und niemanden verdächtigen. Sie betont auch, nichts mit diesbezüglichen Infoblättern bei der Blockheide zu tun zu haben. – Stärker mit offenen Augen durch die Welt gehen will sie künftig aber auf jeden Fall.