Erstellt am 19. Oktober 2016, 09:04

von NÖN Redaktion

Offene Türen der Künstler. Zahlreiche Künstler öffneten an 17 Standorten im Bezirk Gmünd ihre Kunsträume.

An 17 Standorten im Bezirk Gmünd öffneten Künstler am 15. und 16. Oktober ihre Ateliers. Die Palette der bei den von der Kulturvernetzung Niederösterreich durchgeführten „Tage der offenen Ateliers“ angebotenen Kunstrichtungen erstreckte sich dabei von Malerei über Bildhauerei bis hin zu Kunsthandwerk.

Seine Premiere bei dieser Veranstaltung feierte Oswin Hochstöger, der in seinem Atelier in Thaures Malereien und Grafiken ausstellte. Im „Museum Alte Texitfabrik Weitra“ wurden die Glaskunstarbeiten von Anita Brennenstuhl und Dieter Gratzer gezeigt, außerdem konnte man Gratzer beim Live-Glasblasen über die Schulter schauen.

Franz Leitner zeigte in Fromberg die Ergebnisse seiner neuen Lieblingstechnik: Leitner malt mit Buntstiften „Botanische Kunst“ – man könnte auch „Pflanzenporträts“ dazu sagen. „Mit den Buntstiften kann man die Details viel exakter darstellen, mit Öl oder Aquarell wäre das nicht möglich“, erzählte Leitner. So wirken die Bilder auch dann noch fotorealistisch, wenn man sie ganz aus der Nähe betrachtet.

Martina Zwölfer lud in ihr neues Atelier in der Bergzeile in Weitra, wo sie einen Schauraum mit ihren Werken aus Keramik und Porzellan eingerichtet hat. Vor ungefähr einem Jahr hat sie begonnen, das Haus zu renovieren, nun arbeitet sie bereits dort – und auch wenn der Umbau noch nicht ganz abgeschlossen ist, war es spannend, die architektonischen Ideen Zwölfers zu besichtigen. Das Atelier kann nach Vereinbarung mir der Künstlerin besucht werden, fixe Öffnungszeiten gibt es keine. Die Chancen, Martina Zwölfer in der Bergzeile anzutreffen, sind übrigens von Frühjahr bis Herbst am höchsten.

Auch die Gmünder Künstlerin Maria Boigner öffnete ihr Atelier. Boigner hat sich auf Aquarell-Malerei spezialisiert und engagiert sich auch sozial. Zweimal wöchentlich malt sie ehrenamtlich mit den Bewohnern des Schremser Moorbadheimes.

Über 500 Besucher strömten nach Alt-Nagelberg, um beim bunten Wohnwagen beim „1. KreativHandWerk und Upcycling-Markt in der Villa zum KopfFreiRaum“ halt zu machen. Dort präsentierten Künstler ihre „vereinzigartigten“ Dinge, Sachen und Teile, die zum Teil mit up- und recycelten Materialien handgefertigt wurden. „Dieses Wochenende war ein sehr guter Erfolg“, so Künstlerin Dagmar Del Carlo. Die „Villa zum KopfFreiRaum“ solle ein Treffpunkt für Menschen werden, die ähnliche Ziele verfolgen. Ein erdiges Platzerl für kreative, nachhaltig denkende und spirituelle Leute, so Del Carlo.