Erstellt am 26. Februar 2016, 06:24

von Karin Pollak

Schlosser ist Dechant. Schremser Stadtpfarrer Herbert Schlosser folgt Hermann Katzenschlager nach, der 14 Jahre Dekanat Gmünd geführt hat.

Hermann Katzenschlager gratuliert Herbert Schlosser (links) zu seiner neuen Aufgabe für den Bezirk Gmünd.  |  NOEN, Karl Tröstl

Das Dekanat Gmünd hat einen neuen Vorsteher: Der Schremser Stadtpfarrer Herbert Schlosser folgt dem Kirchberger Pfarrer Hermann Katzenschlager. Das Dekret dazu erhielt der neue Dechant am 17. Februar von Bischof Klaus Küng übermittelt.

Hermann Katzenschlager war seit 2002 Dechant von Weitra. 2008 erfolgte die Zusammenlegung der Dekanate Weitra (21 Pfarren) und Heidenreichstein (elf Pfarren) zum neuen Dekanat Gmünd, Katzenschlager wurde dessen erster Dechant. „Ich bin aber nun 75 Jahre alt, eigentlich sollte mit 70 Schluss sein. Jetzt ist wieder die fünfjährige Amtszeit abgelaufen und ich stellte mich nicht mehr der Wahl“, betont der neue „Alt-Dechant“, der in seiner 14-jährigen Amtszeit vielen Herausforderungen gegenüber gestanden ist.

„Die Dekanatszusammenlegung war sicherlich eine davon. Eine Strukturänderung war aber notwendig“, blickt Katzenschlager zurück. Es hätte auch „viele schöne Sachen“ gegeben.

Im zweiten Wahlgang zum neuen Dechant gewählt

Das Dekret zur Dechant-Ernennung langte am 17. Februar bei Stadtpfarrer Herbert Schlosser, der am 29. Februar seinen 60. Geburtstag feiern wird, per Post ein. Bei der Wahl, an der sich alle Priester, Diakone sowie die drei ältesten Pastoralassistenten des Bezirkes Gmünd beteiligen konnten, wurde Schlosser im zweiten Wahlgang zum neuen Dechant gewählt. Bischof Klaus Küng musste das Ergebnis noch bestätigen.

„Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Bischof und Priestern sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in unseren Pfarren“, umschreibt Schlosser sein neues Wirkungsfeld.

„Das wird nicht immer leicht, denn die gesamte Situation in der Kirche ist das nicht. Es soll ein Miteinander von jenen, die als Christen leben wollen, zustande kommen. Dazu braucht es auch die Laien, das kann nicht nur an uns Priestern und Diakonen alleine liegen“, so Schlosser. Gerade weil es immer weniger Priester gäbe, müsse man enger zusammenrücken – „auch über Pfarrgrenzen hinweg.“

Schlosser wird jetzt das Dekanat Gmünd zweimal pro Jahr bei den Dechanten-Konferenzen in St. Pölten vertreten. Im Dekanat Gmünd finden ebenfalls Konferenzen statt. Die Erste unter Schlosser soll es im März geben. „Da steht ein Besuch im Landesklinikum Gmünd an. Es geht um die Krankenhausseelsorge“, verrät Schlosser.

Katzenschlager bleibt als Pfarrer aktiv

Sein Vorgänger bleibt Pfarrer in Kirchberg, Süßenbach und Weißenalbern: „Wie lange noch, das weiß ich nicht. Ich habe den Bischof darauf hingewiesen, dass ich 75 bin“, so Katzenschlager, der 1963 zum Priester geweiht worden war.

Herbert Schlosser hatte erst im September des Vorjahres die Pfarren Schrems und Langegg übernommen. „Andere denken in meinem Alter an die Pension, ich bin jetzt auch Dechant geworden“, so der bald 60-jährige Schlosser, dessen 32 Pfarren derzeit 30.339 Katholiken zählen. Die größte Pfarre ist Schrems mit 3.445 Katholiken, die kleinste ist Höhenberg mit 151 Katholiken.