Brand-Nagelberg

Erstellt am 27. Juli 2016, 09:20

von NÖN Redaktion

Trauer um Gerhard Urban: Neben Bahnhof verstorben. Gerhard Urban, Gründungsmitglied des Schmalspurbahnvereines, verstarb am 18. Juli. Er dürfte am Lagerplatz beim Bahnhof in Altnagelberg zusammengebrochen sein.

Der Schmalspur-Bahnhof in Altnagelberg.  |  Christine Deutsch

Betroffenheit und Trauer herrscht beim Waldviertler Schmalspurbahnverein.  Gründungsmitglied Gerhard Urban verstarb am 18. Juli im Alter von 59 Jahren.

„Ich habe noch vormittags mit Gerhard telefoniert, wenig später kam die Todesnachricht“, ist Obmann Manfred Schwingenschlögl geschockt. Der Wiener Bundesbeamte Gerhard Urban gründete den Waldviertler Schmalspurbahnverein als großer Fan im Jahr 1987 mit. Bis zum Vorjahr war er viele Jahre im Vorstand als Schriftführer tätig – und das sehr engagiert.

Ende der 1990er-Jahre erfüllte sich der Wiener einen Lebenstraum: Er kaufte den Bahnhof von Altnagelberg von den ÖBB. Hier schlug er mit seiner Gattin den Zweitwohnsitz auf und verbrachte auch jedes Wochenende im Bahnhof. „Wir verlieren ein engagiertes Mitglied und einen guten Freund. Natürlich werden wir an seinem Begräbnis in Wien teilnehmen“, so Schwingenschlögl, der dazu noch keine genauen Informationen erhalten hat.

Auch über die Todesursache hat der Verein noch keine Angaben: „Vielleicht hat ihn eine Wespe gestochen, er war stark allergisch.“ Gefunden wurde Urban, der am Lagerplatz beim Bahnhof in Altnagelberg zusammengebrochen ist, von einem NÖVOG-Mitarbeiter.

Erfolglose Reanimation durch Lokführer

Der vorbeifahrende Lokführer der Schmalspurbahn hielt sofort den Zug an, versuchte Urban zu reanimieren und setzte auch den Notruf ab. Jedoch waren diese Bemühungen vergebens. Gerhard Urban starb gleich neben seinem Bahnhof.