Erstellt am 03. Juni 2016, 06:55

von Markus Lohninger

Netzbau vor Ausschreibung. BreitbIn Hoheneich, Waldenstein und Hirschbach sollen schon im Herbst die Bagger auffahren. Bestehende Netze im Lainsitztal könnten in die NÖGIG integriert werden.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Der Internet-Virus greift im Herzen des Bezirkes Gmünd um sich – und Virus ist in dem Fall etwas Gutes: Die im Landesbesitz stehende NÖ Glasfaserinfrastruktur GmbH (NÖGIG) ist drauf und dran, Gemeinden in und nun auch außerhalb der Pilotregion Waldviertler StadtLand mit High-Speed-Internet zu versorgen.

In den Gemeinden Hoheneich, Waldenstein und Hirschbach haben, wie NÖGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber sagt, jeweils schon mehr als 40 Prozent der Haushalte ihr Interesse an einem Anschluss an hochwertiges Internet angemeldet. „Genau das ist das Ziel des Landes – dass die Orte, die das Breitband am dringendsten benötigen, rasch erfasst werden“, sagt Tauber. Die drei Projekte sollen ihm zufolge Mitte Juni zur Ausschreibung kommen, gegen Herbst sollen schließlich die Bagger auffahren.

Brand-Nagelberg vor Erreichen der 40 %

In Heidenreichstein wurden zudem wie berichtet bereits erste Hausanschlüsse aktiviert, in Amaliendorf-Aalfang wird derzeit angeschlossen. Fix ins Bauprogramm aufgenommen wird auch das Wasserfeld im Norden der Stadt Gmünd. Gebharts, wo im Zuge des Kanalprojekts ebenfalls bereits Leerrohre verlegt wurden und eine große Mehrheit für Breitband begeistert werden konnte, soll an das geplante Netz der Stadt Schrems angeschlossen werden. Die Gemeinde Brand-Nagelberg steht indes, so Tauber weiter, knapp vor dem Erreichen der 40-Prozent-Marke, ab der die NÖGIG sämtliche Errichtungskosten der Anschlüsse bis zum Haus finanziert und allfällige Investitionen der Gemeinden in das Netz zurück erstattet. Wobei, wie der Waldensteiner betont: Die Kosten für Haushalts-Anschlüsse können nur solange übernommen werden, bis ein Bauprojekt nach Überschreiten der 40 Prozent in die Detailplanung geht. Bis dahin könnten Anmeldefristen theoretisch auch verlängert werden.

Außerhalb der eigentlichen Pilotregion streckt die NÖGIG auch ihre Fühler aus. So laufen, wie Hartwig Tauber erklärt, derzeit Verhandlungen über eine mögliche Übernahme inklusive Fertigstellung des Netzes in Unserfrau/Altweitra.

Auch die seit Jahren bestehenden Netze in den Glasfaser-Vorreitergemeinden St. Martin, Großschönau und Bad Großpertholz könnten ins Netz der „ecoplus“-Tochter integriert werden. Tauber: „Für den konkreten Ablauf suchen wir derzeit eine gemeinsame Lösung.“