Gmünd , Rossbruck

Erstellt am 19. August 2016, 03:46

von Thomas Weikertschläger

Ärger über späte Post. Karten für Allegro-Vivo-Konzert kamen vier Tage nach der Veranstaltung in St. Martin an.

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Mit einem etwas abgewandelten Slogan wandte sich der Roßbrucker Herbert Haidvogl an die NÖN. Es stimme zwar, dass die Post allen etwas bringe, die Frage sei nur: Wann?

Denn auf einen Brief seiner in Wien lebenden Tochter, die diesen am 3. August im 2. Bezirk in einen Briefkasten geworfen hatte, wartete Haidvogl sechs Tage. Erst am 9. August hielt er das Schriftstück in Händen. Besonders bitter deshalb, weil sich im Brief zwei Karten für das Auftaktkonzert zum Festival Allegro Vivo am 5. August im Gmünder Palmenhaus befunden haben.

„Ich glaube, mich an Aussagen von Postdirektoren zu erinnern, die besagen, dass Post innerhalb Österreichs in ein bis zwei Tagen zugestellt wird“, ärgert sich Haidvogl.

Warum der Brief sechs Tage unterwegs war, das könne man – da es sich nicht um einen eingeschriebenen Brief gehandelt hat – laut Post-Pressesprecherin Kathrin Schrammel nicht nachvollziehen. Generell stelle die Österreichische Post 95 Prozent der Inlandsbriefe aber am Tag nach der Aufgabe zu. „Eine Verzögerung, die irgendwo auf dem Transportweg passiert, kann trotz modernster Sortiertechnologie, hoher Sorgfalt und gut geschultem Personal leider nie gänzlich ausgeschlossen werden“, bedauert Schrammel.


Dank Kulanz der Allegro-Vivo-Mitarbeiter dabei

Für Haidvogl gab es dennoch ein Happy-End. Seine Tochter hatte die Tickets mit ihrem Handy fotografiert und ihrem Vater das Foto per WhatsApp geschickt. „Dank des Entgegenkommens einer freundlichen jungen Dame im Gmünder Palmenhaus genügte das Zeigen des Fotos und wir konnten das schöne Konzert erleben“, so Haidvogl.