Gmünd

Erstellt am 29. Januar 2018, 16:17

von Markus Lohninger

Göll: 6.408 Vorzugsstimmen im Bezirk Gmünd!. Der ehrgeizige Vorzugsstimmen-Wahlkampf der Landtags-Abgeordneten Margit Göll (ÖVP) im Bezirk Gmünd trug Früchte: 6.408 Personen – und damit die Hälfte (!) aller ÖVP-Wähler im Bezirk gaben ihre Vorzugsstimme für Margit Göll ab. Ob das für den Verbleib im Landtag reicht, das ist derzeit noch offen.

Margit Göll (VP).  |  Markus Lohninger

Insgesamt wurde auf 27,1 Prozent aller gültigen Stimmzettel im Bezirk ein Kreuzerl bei ihrem Namen gemacht. Das Vorzugsstimmen-Ergebnis des Spitzenkandidaten bei der Wahl 2013, Johann Hofbauer, übertraf die Harbacher Bürgermeisterin damit beim ersten Antreten um mehr als das Doppelte.

Was das Ergebnis für die Zukunft Margit Gölls im NÖ Landtag bedeutet, das kann allerdings derzeit noch nicht definitiv gesagt werden: Der Gmünder Bezirk hat wie vier weitere Bezirke des Landes kein Direktmandat für den Landtag. Die Volkspartei versprach den drei Spitzenkandidaten mit dem höchsten Vorzugsstimmen-Anteil an allen gültigen Stimmen in diesen fünf Bezirken einen Platz über die Landesliste im Landtag.

Nach einigen Stunden der Ungewissheit ist es nun fix:

 

Scheibbs und Horn sind bereits vorne

 

Und da ist zum aktuellen Stand (16.15 Uhr) auf jeden Fall einmal der Scheibbser Abgeordnete Anton Erber vor Margit Göll. Göll erreichte etwa 27,1 Prozent aller gültigen Stimmen im Gmünder Bezirk, Erber kam in Scheibbs mit mehr als 8.200 Vorzugsstimmen auf fast 33 Prozent. Bestätigte Vorzugsstimmen-Ergebnisse aus Horn, Waidhofen/Thaya und Lilienfeld liegen noch nicht vor, in Horn wird allerdings von einem noch deutlich höheren Ergebnis für Jürgen Maier gemunkelt. „Daher kann man derzeit schwer beurteilen, was das echt sensationelle Ergebnis von Margit Göll für den Bezirk Gmünd bedeutet“, sagt Bezirkspartei-Geschäftsführer Klaus Rosenmayer zur NÖN.

Gölls Amtsvorgänger Johann Hofbauer gratulierte jedenfalls via Aussendung. Das Vertrauen von mehr als der Hälfte aller ÖVP-Wähler im Bezirk Gmünd „sollte nun auch erfüllt werden“, so Hofbauer: „Der Gmünder Bezirk braucht weiterhin eine starke Stimme im Landtag. Die hat er mit Margit Göll. Sie setzt sich für alle Anliegen der Bevölkerung ein.“

FPÖ berät noch

Auch FPÖ-Spitzenkandidat Walter Hoffmann könnte wie berichtet über ein freies Mandat der Landesliste in den Landtag kommen. Diese zieht allerdings die Vorzugsstimmen nicht direkt für ihre Entscheidungs-Findung heran. Innerhalb der FPÖ wird noch beraten, wie die personellen Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden, Hoffmann ist aber grundsätzlich optimistisch.