Erstellt am 06. April 2016, 06:04

von Thomas Weikertschläger

Ehepaar verzweifelt: „Das soll aufhören“. Wahl-Gmünder leiden unter Vandalismus & Drohungen – und einem bekannten Belästiger. Zeugen gesucht!

Zeigen die ölverschmierte Fassade ihres Hauses in der Lagerstraße in Gmünd: Bernhard und Eveline Krupski.  |  NOEN, Werner Grubeck
Mit einer Portion Psychoterror sind zwei Wahl-Gmünder seit einigen Monaten konfrontiert – beschmierte Fassaden, zugeklebte Schlösser und Droh-Postkarten inklusive.

Die Wiener Eveline und Bernhard Krupski pendeln einmal im Monat an ihren Zweitwohnsitz nach Gmünd-Neustadt – seit Herbst des Vorjahres mit Bauchweh. „Damals hat es begonnen. Schon mehrmals waren die Schlösser der Eingangstür, des Garagentores und der Seiteneingangstür der Garage mit Sekundenkleber verklebt“, klagt Eveline Krupski der NÖN ihr Leid. Im September seien die Fensterläden mit Öl übergossen gewesen, zuletzt wurde die Fassade des Hauses verunreinigt. Bemerkt wurden die Schäden jeweils von Nachbarn.

x  |  NOEN, Werner Grubeck


Die Krupskis verbringen ihre Aufenthalte in Gmünd von Sonntag bis Donnerstag. Eveline Krupski: „Der Täter dürfte das wissen. Er hat seine Aktionen immer am Freitag in den frühen Morgenstunden gemacht.“

Der Übeltäter versucht gar nicht, sich zu verstecken. Auf einer Postkarte hat er sogar eine Marke mit seinem Foto geklebt. „Die Polizei sagt, sie könne erst etwas unternehmen, wenn er die Taten nicht mehr abstreitet oder auf frischer Tat ertappt wird“, so Eveline Krupski.

Dass genau das passiert, hofft sie jetzt: „Wir wollen, dass das endlich aufhört. Es spukt ständig in unseren Köpfen herum, dass wieder etwas kaputt ist, wenn wir nach Gmünd fahren.“ Mittlerweile sei durch die Auswechslung der Schlösser und die zerstörte Fassade erheblicher finanzieller Schaden entstanden. Die Fassade soll aber erst neu gemacht werden, wenn der Täter, der als Unruhestifter bekannt sei, gefasst ist, denn: „Sonst wäre das hinausgeschmissenes Geld. Er würde sie gleich wieder beschädigen.“