Erstellt am 19. März 2016, 06:54

von Karin Pollak

Von Not- zur Toplösung?. EVN-Wasser will eine Wasserleitung um rund 250.000 Euro errichten. Gemeinderat muss noch beraten.

 |  NOEN, EVN - Raimo Rumpler

Dass das Trinkwasser für Unserfrau aus Weitra kommt, könnte bald der Vergangenheit angehören. Die EVN-Wasser GmbH möchte eine neue Wasserleitung in Unserfrau verlegen.

Seit Monaten bezieht Unserfrau bereits kein Trinkwasser aus Weitra (die NÖN berichtete). Nach dem trockenen Sommer 2015 musste man in Weitra mit dem kühlen Nass sparsam umgehen. Daher wurde die Versorgung von Unserfrau ad acta gelegt. Seither versorgt die EVN-Wasser Unserfrau über Altweitra – und möchte diese Lösung beibehalten. Daher wurde der Gemeinde Unserfrau-Altweitra ein Angebot über eine neue 2.200 Meter lange Wasserleitung vom Hochbehälter bis zur Gemeindegrenze zu Weitra vorgelegt. „Das müssen wir erst mit den Bürgern besprechen und im Gemeinderat behandeln“, erklärt Bürgermeister Otmar Kowar (ÖVP).

Fuchs: „Keine Garantie für Lieferungen“

Dem Plan könne er schon etwas abgewinnen, würde die neue Leitung auch über zwei Stationen verfügen, die für den Ortskern von Unserfrau und den höher gelegenen Siedlungen unterschiedlichen Wasserdruck ermöglichen. EVN-Wasser wird – sollte das die Gemeinde wünschen – 250.000 Euro investieren, um „die Versorgungssicherheit weiter gewährleisten zu können“, so Pressesprecher Stefan Zach. Die Kosten übernimmt EVN-Wasser. Das Wasser wird aus dem Brunnenfeld Unterlembach kommen.

Der Weitraer Bürgermeister Raimund Fuchs (ÖVP) ist mit der derzeitigen Wassersituation in Weitra nicht zufrieden: „Wir müssen Wasser sparen und können Unserfrau nicht garantieren, weiterhin Trinkwasser liefern zu können.“ Grund dafür seien auch Verluste in den alten Leitungen, die jetzt genau geprüft werden. „Wir sind schon dabei, alle Kreise einzeln abzusperren, um zu sehen, wo und wie viel Wasser ausläuft. Dann können wir die Schäden beheben“, erklärt Fuchs.

Das Gerücht, dass in Weitra täglich soviel Wasser aus den Leitungen auslaufe, wie man in Unserfrau in einem Monat brauche, bestätigt Fuchs nicht: „Wie viel es wirklich ist, kann ich nicht sagen.“ Übrigens: 2015 lieferte Weitra 9.262 Kubikmeter Wasser nach Unserfrau, 2014 waren es 11.073 Kubikmeter.