Erstellt am 22. Oktober 2015, 05:17

von Markus Lohninger

Neue Attraktion mit Genussfaktor. ehn Jahre, nachdem in Gmünd alles begann, ging mit dem Wintergarten ein neuer Meilenstein in Betrieb.

Blumen für die Damen, Whisky für den Herren: Geschäftsführer Peter Gooss (rechts) holte drei für den Zubau besonders wichtige Gäste vor den Vorhang - seine Gattin Simone Fischer-Gooss, den Architekten des Wintergartens Johannes Schnitzerlein und Hotel-Marketingleiterin Viola Pani (von links).  |  NOEN, Markus Lohninger
Das Waldviertel ist um eine gastronomische Besonderheit reicher: Nach fünfmonatiger Bauzeit wurde ein 850.000 Euro teurer Wintergarten als Erweiterung zum Hotel Sole-Felsen-Bad in Gmünd eröffnet, der künftig für bis zu 90 Gäste als Á-la-Carte-Restaurant inmitten wunderbarer Natur offen steht.

Zum Start wurde am 15. Oktober im lichtdurchfluteten Zubau mit Lounge-Sesseln um Holztische, großem Barbereich mit Wein- und Whiskylounge sowie fünf markanten Granitblöcken vorgezeigt, wie Feste hier künftig gefeiert werden können: mit einem Galaabend inklusive Unterhaltung durch einen Zauberer und 6-Gänge-Dinner. – Das Team um Küchenchef David Fila verwöhnte mit Köstlichkeiten wie dem Rollmops vom Räucherlachs auf Waldviertler Erdäpfelpuffer und Fenchel-Orangenkraut, der gedämpften Waldviertler Bio-Karpfenroulade auf Wurzelgemüse, Schweinemedaillons in der Waldviertler Graumohn-Panade auf Sellerie-Erdäpfelpüree und Broccoli oder dem Veilchen-Veltliner-Sorbet.

„Ich gratuliere zum Pioniergeist und Wagemut,
aus dem eine Perle entstand, die weit über
das Waldviertel hinaus reicht.“
Landesrat Karl Wilfing

Aus der Gästeschar begrüßte Geschäftsführer Peter Gooss den Gmünder Altbürgermeister Otto Opelka als „guten alten Freund, ohne den wir dieses schöne Bad vor zehn Jahren nie in die Wege bekommen hätten“. Einen anderen Ehrengast strich Co-Geschäftsführer Marcus Steinhart als „Vater des Bades“ hervor: den eng mit Bau und ständigem Ausbau der Anlage verbundenen Baumeister Franz Graf.

Ein von Graf in der NÖN geäußertes Statement wurde mit einer Tafel an einem der Granitblöcke verewigt: „Es ist ein Erlebnis, Ideen zu verwirklichen.“ Das treffe den Kern, sagte Steinhart. „Es ist nicht so, dass alles vorherbestimmt wäre. Man sieht, was man erreichen kann, wenn man Risiko, Können und Leidenschaft mitbringt“, ergänzte er, die Tafel solle auch andere inspirieren, Ideen zu realisieren. Franz Graf könnte mit seinen in dem Büchlein „Sternenmärchen“ niedergeschriebenen Gedanken (die NÖN berichtete) künftig auch tausende Hotelgäste inspirieren – die Märchensammlung liegt ab 1. November in allen Hotelzimmern auf.
Franz Graf, gerührt: Er blicke nun an einem Ort, wo 2005 noch eine Wiese war, auf ein langes, schweres, schönes und erfülltes Arbeitsleben zurück, „die letzten zehn Jahre hatten einen großen Anteil daran.“

In zehn Jahren von 0 auf 167 Beschäftigte

ÖVP-Landesrat Karl Wilfing dankte ihm dafür, die Vision in Gmünd verwirklicht und diese „auf Salz und Felsen gebaut zu haben“. Wilfing: „Ich gratuliere zum Pioniergeist und Wagemut, aus dem eine weitere Perle entstand, die weit über das Waldviertel hinaus reicht.“

Die Nächtigungszahlen alleine in der Stadt Gmünd wurden seit der Eröffnung der Wellness-Oase 2006 dank laufenden Investitionen – von der Erweiterung der Sauna-Landschaft über neue Ruheräume bis zum neuen Hotel anno 2010 – mehr als verfünffacht. „Hier werden Existenzen geschaffen“, applaudierte Wilfing daher.
Von der Innovationsfreude der deutschen Geschäftsführer profitiert die gesamte Region. Ein Großteil der 850.000-Euro-Investition in den Wintergarten mit Wohnzimmer-Atmosphäre blieb im Waldviertel. In der Region wurden für die zusätzlichen Kapazitäten auch drei neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Solebad-Komplex ist somit aus dem Nichts binnen neun Jahren zum Arbeitgeber von nunmehr 167 Menschen (samt Geringfügigen und Karenzen) geworden, mehr als zwei Drittel davon arbeiten im Hotel und Restaurant.