Erstellt am 12. November 2015, 06:33

von Markus Lohninger

Ein altes Haus lebt auf. Groß angelegte Umrüstung des Parkkindergartens hat begonnen. Staudinger nimmt „schlamperte 300.000 Euro“ in die Hand.

Im ehemaligen Schremser Parkkindergarten bleibt kein Steinchen auf dem anderen. Bis zum Frühjahr entsteht hier ein modernes und helles Seminarzentrum. Hausherr Heini Staudinger spekuliert auch mit einem zweiten Ausbauschritt im ersten Stock.  |  NOEN, Markus Lohninger
Nachdem es einige Zeit, abgesehen von einer Schuh-Verteilaktion an Flüchtlinge, eher ruhig geworden war um den als „Schuh-Rebell“ zu internationaler Bekanntheit gekommenen Heini Staudinger, wirbelt der „Waldviertler“-Geschäftsführer seit einigen Tagen wieder Staub auf. Konflikt bedeutet das aber nicht: Möbelt er doch den ehemaligen Parkkindergarten gehörig auf, um die erste Etappe seines Planes vom Gea-Seminarzentrum (NÖN 50/2014) zu realisieren.

Verkleidungen vom Boden bis zur Decke entfernt

Im gesamten Gebäude, das auf 400 m2 verbauter Grundfläche steht, wurden bereits alle Verkleidungen vom Boden bis zur Decke entfernt. „Die Anordnung der drei früheren Gruppenräume ist wie für den Seminarbetrieb geschaffen. Dank eigener Zugänge aller Räume von außen, eigener Toiletten und Garderoben kommen einander die Teilnehmer von zugleich stattfindenden Seminaren nicht zwingend in die Quere“, sagt Heini Staudinger.

In den nächsten Wochen wird das Haus, wie er beim Lokalaugenschein erklärt, in Richtung Niedrigenergie saniert. Nach außen hin erhält das 46 Jahre alte Haus eine neue Dämmung. Der finstere ehemalige Aufenthaltsraum in der Mitte des Hauses soll nach dem Vorbild eines Atriums zum lichtdurchfluteten Foyer für alle werden, die Decke wird für dieses Unterfangen geöffnet werden müssen.

„Dann wird der Frühlingsbeginn auch
der Start in den Bildungsfrühling sein.“
Heini Staudinger erklärt, warum der Umbau
des neuen Seminarzentrums spätestens
bis 21. März fertig sein soll


Um diesen neuen Lichtschacht könnte in einer zweiten Bauetappe ein neues Obergeschoß entstehen, das an die Stelle des bisher nur als Stauraum genützten Dachbodens tritt. Staudinger: „Wir möchten auch Seminar-Möglichkeiten im Low-Level-Bereich schaffen, der für günstige Ausbildungs-Möglichkeiten in unterschiedlichsten Bereichen vom Handwerk bis zur Fußball-Akademie genutzt werden kann.“ Er will das Haus künftig sowieso nicht mehr nur für eigene Programme der Gea-Akademie nutzen, sondern Organisatoren verschiedenster Veranstaltungen anbieten.

300.000 Euro für Hauskauf und erste Renovierungsetappe: 

Die Kosten für den Hauskauf 2014 und die Umbauten im Erdgeschoß beziffert der Selfmade-Geschäftsmann „schlampert ausgedrückt mit 300.000 Euro“. Wird auch die Idee des Dachausbaus realisiert, dann rechnet er mit dem doppelten Betrag.

Zur Eröffnung des neuen Seminarzentrums soll spätestens am 21. März geladen werden, schmunzelt Heini Staudinger: „Dann wird der Frühlingsbeginn auch der Start in den Bildungsfrühling sein.“