Erstellt am 18. Februar 2016, 06:54

von Markus Lohninger

„Kunde zweiter Wahl“. Wandtrockner kostet bei Obi Gmünd ein Drittel mehr als in Wien. Konzern spricht von „Systemfehler“.

Obi  |  NOEN, Foto: Franz Baldauf

Ein unerfreuliches Erlebnis aus dem Obi-Baumarkt in Gmünd trug eine Schremserin der NÖN zu: Sie musste für den „Leifheit Wandtrockner Rollfix 210“, den sie bei Obi im Internet um 29,99 Euro als Abholpreis gesehen hatte, ein Drittel mehr – nämlich 39,99 Euro – auf den Tisch legen.

Nach Rückfrage bei der Obi-Mitarbeiterin, an die sie sich wandte, ärgert sie sich darüber, im Waldviertel „nur Kunde zweiter Wahl“ zu sein. Die Angestellte soll der Schremserin nämlich den Preisunterschied damit erklärt haben, dass Produkte in größeren Märkten eben billiger als in kleineren sein könnten – im Internet war der Schremserin der Preis von 29,99 Euro für den Markt in der Triesterstraße in Wien ausgeworfen worden, jener für Gmünd wird über die Filialsuche auch online mit 39,99 Euro ausgewiesen.

Abweichung durch Systemfehler

Kleine Preisabweichungen könnten bei einzelnen Märkten tatsächlich vorkommen, erklärt Pressesprecherin Elena Ottaviano auf NÖN-Nachfrage. Im vorliegenden Fall sei das aber nicht vorgesehen. „Die Abweichung ist leider durch einen Systemfehler aufgetreten, der aktuell korrigiert wird“, sagt Ottaviano.

Die Kundenzufriedenheit habe bei Obi Priorität, ergänzt sie, daher danke man der Kundin für den Hinweis.

Rein rechtlich habe man gegen eine radikal andere Preispolitik zwischen Filialen keine Handhabe, das betont AKNÖ-Bezirkschef Michael Preissl.