Erstellt am 25. November 2015, 04:58

von Karin Pollak

Eine Direktorin für vier Schulen. Andrea Kellner übernimmt nach Modliba-Pensionierung neben Leitung der Volksschule Litschau und des Schulverbandes Haugschlag/Reingers auch Neue Mittelschule in Litschau.

Andrea Kellner leitet ab Dezember die Volksschulen Litschau, Haugschlag und Reingers sowie die Mittelschule in Litschau.  |  NOEN, zVg
Wenn Franz Modliba als Direktor an der Neuen Mittelschule Litschau mit 1. Dezember in den Ruhestand tritt, dann beginnt im Bezirk Gmünd eine interessante neue Ära: Erstmals werden im Norden des Bezirkes danach Volks- und Mittelschulen von einer Person zugleich geleitet.

Bezirksschulinspektor: „Entscheidung macht Sinn“

Modlibas Nachfolgerin heißt nämlich Andrea Kellner, und die ist jetzt schon Direktorin der Volksschulen Litschau und des Schulverbandes Reingers/Haugschlag. Ab Dezember wird sie als dritte Schule auch die Neue Mittelschule in Litschau leiten.

„Die Entscheidung macht Sinn. Dadurch kann sich Kellner vermehrt ihrer Leitertätigkeit widmen. Aufgrund der Klassenanzahl braucht sie keinen Unterricht mehr durchführen“, sagt Bezirksschulinspektor Alfred Grünstäudl. Diese Form der gemeinsamen Leitung von Volks- und Mittelschule gibt es, wie Grünstäudl erklärt, bereits jetzt in Rappottenstein: „Dort funktioniert das sehr gut.“

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Für Andrea Kellner bedeutet die neue Aufgabe eine große Herausforderung. „Ich hatte Interesse an der Leitung der Neuen Mittelschule Litschau und es freut mich, dass ich das Vertrauen dafür bekommen habe“, sagt die 51-Jährige, die 2004 zur Direktorin in Haugschlag ernannt worden ist und erst am vergangenen Freitag von ihrer Bestellung auch zur Mittelschul-Direktorin erfahren hat.

2005 kam die Leitung der Volksschule Reingers dazu. Seit 2012 ist Kellner nun Volksschuldirektorin in Litschau und mit der Leitung der Volksschulen Reingers und Haugschlag mitbetraut.

Modliba: Abschied nach 42 Hauptschul-Jahren

Mit dem Abschied von Franz Mobliba geht indes eine Ära zu Ende. Der gebürtige Weinviertler, der 1966 am musisch-pädagogischen Realgymnasium Mistelbach maturierte, wechselte vor 42 Jahren an die Hauptschule Litschau – er blieb ihr seither treu, die letzten neun Jahre als Direktor.

„Der Lehrerberuf war mein Wunschberuf“, blickt der 65-Jährige zurück. Er spricht nachbetrachtend auch von sehr positiven Veränderungen: „Es freut mich besonders, dass fast alle Schüler der Volksschulen Litschau und Haugschlag die Mittelschule in Litschau besuchen. Das zeigt vom guten Ruf unserer Schule.“

In den neun Jahren als Schulleiter trieb er einige Umbauten und Veränderungen voran. So hielt ein Pavillon im Pausenhof Einzug, der auch für den Unterricht im Freien genützt wird. Der Pausenhof wurde mit Spielgeräten ausgestattet und an der Außenfassade wurde ein Schullogo angebracht.

Schach-Engagement für Mittelschule bleibt

Für den „Informatiker“ war es immer wichtig, die Computer am neuesten Stand zu halten. Daher wurden die Geräte alle fünf Jahre gewechselt. In einem EDV-Saal kamen neue Computer, die fünf Jahre alten übersiedelten in den zweiten. „Somit werden die Geräte zehn Jahre eingesetzt“, erklärt Modliba.

Nach 45 Dienstjahren hört Modliba, der das gute Verhältnis zwischen Lehrern, Schülern und Eltern hervorhebt, auf. Sein Engagement für Schüler endet damit aber nicht: Der Präsident des NÖ Schachverbandes (seit 22 Jahren!) und Vizepräsident im österreichischen Verband bleibt in seinem Hobby aktiv und im Schach auch mit „seiner“ Schule verbunden.

Seit 37 Jahren leitet er den Schachunterricht und fungiert als Leiter des Schachclubs Litschau. Mehr will sich Modliba im Ruhestand einem anderen Hobby widmen – dem Reisen.

Als Schuldirektor wird er am 27. November, 11 Uhr, im Turnsaal feierlich verabschiedet.