Heidenreichstein

Update am 21. Juli 2016, 13:09

von NÖN Redaktion

Ertrunken: Aus Teich geborgener Asylwerber verstorben. Tragödie am Nachmittag des 20. Juli im Heidenreichsteiner Gemeindeteich: Ein 20-jähriger afghanischer Asylwerber, der offenbar nicht schwimmen kann, verschwand nach einem Sprung ins Nass im Teich.

Symbolbild

Nach einem Großeinsatz mit fünf Feuerwehren und 50 Mann wurde er aus vier Metern Tiefe geborgen – und vom Waidhofner Notarzt-Team erfolgreich reanimiert. Kurz vor Mitternacht verstarb er jedoch im Klinikum Horn.

Eine Asylwerberin hatte gegen 16.30 Uhr Alarm geschlagen, weil auf der gegenüberliegenden Seite des Teiches beim Mönch jemand um Hilfe schrie. Ein Badegast schwamm daraufhin sofort zur Unglücksstelle, tauchte die Stelle mehrmals ab, konnte den Burschen aber nicht finden.

Aus vier Metern Tiefe geborgen

Die Feuerwehr Heidenreichstein, die mit den Wehren von Eisgarn, Altmanns, Seyfrieds und Thaures verstärkt wurde, kam inzwischen mit einer Zille nach. Beim Teichmönch konnte der bereits leblose Afghane aufgefunden und aus etwa vier Metern Tiefe geborgen werden.

Nach – laut Polizei-Informationen – etwa einstündiger Reanimation durch Rettungskräfte vom Waidhofner Notarztteam und Rotkreuz Litschau konnte der 20-Jährige wieder zu eigenem Herzschlag zurückgeholt worden. Er wurde mit dem Notarzt-Hubschrauber Christophorus 2 ins Landesklinikum Horn geflogen. Dort wurde er aber um 23.22 Uhr schließlich für tot erklärt.

Fremdverschulden wird nicht vermutet, die Staatsanwaltschaft Krems gab die Leiche des Afghanen zur Beerdigung frei.

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