Erstellt am 24. April 2016, 18:11

von Markus Lohninger

FPÖ-Hofer: Top-Ergebnisse in ÖVP-Hochburgen!. Auch im Bezirk Gmünd steht FP-Kandidat Norbert Hofer schon vor Auszählen der Wahlkarten am Montag als eindeutiger Gewinner der Bundespräsidenten 2016 fest. Bezirkspartei-Interimsobmann Walter Hoffmann ist vom eindeutigen Ergebnis überrascht, ist für die Stichwahl am 22. Mai aber optimistisch: „Ich glaube, dass es Hofer jetzt wird!“

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Vor Auszählung der Wahlkarten, die im Bezirk Gmünd zuletzt tendenziell das Ergebnis der FPÖ vor allem zugunsten der Grünen verschlechterte (bei der Nationalrats-Wahl 2013 hatte die FPÖ zum Beispiel ihr schlechtestes Bezirksergebnis bei den Wahlkarten-Wählern, während die Grünen hier auf ihren lokalen Spitzenwert kamen), hält Norbert Hofer im Bezirk bei 36,2 Prozent.

In keiner der 21 Gemeinden blieb er unter 30 Prozent, in jeder einzelnen Gemeinde erhielt er die Mehrheit der Stimmen aus den Wahllokalen!

Die restlichen Stimmen aus dem Bezirk Gmünd verteilen sich vor Auszählung der Wahlkarten im Lauf des Montags, die dann erst das amtliche Wahlergebnis bringt, wie folgt: Andreas Khol (17,7 %), Rudolf Hundstorfer (15,5 Prozent), Irmgard Griss (14,0 Prozent), Alexander Van der Bellen (12,8 Prozent), Richard Lugner (3,7 Prozent).

Ein Flächensieg für die FPÖ

Stellen die Freiheitlichen die meisten ihrer Gemeinderäte im Bezirk Gmünd in klassischen „roten“ Gemeinden (Gmünd, Schrems, Heidenreichstein, Amaliendorf-Aalfang), so feierte deren Präsidentschafts-Kandidat Norbert Hofer am 24. April ausgerechnet in „tiefschwarzen“ Hochburgen seine besten Ergebnisse: 44,2 Prozent in Eggern, 42,1 in Großschönau, 42,0 in Haugschlag, 41,5 in Reingers oder 39,9 in St. Martin. SP-Kandidat Hundstorfer erreichte sein bestes Bezirks-Ergebnis in Brand-Nagelberg (29,0 %), VP-Kandidat Khol in Waldenstein (30,3) – Hofer war aber auch dort jeweils klar außer Reichweite.

Griss und Van der Bellen blieben in den Gemeindeurnen des Bezirkes Gmünd hinter dem Bundestrend. Griss schnitt am besten in Großschönau ab (17,0 %), Van der Bellen erreichte seine besten Bezirksergebnisse in Hoheneich und Gmünd-Stadt mit 16,6 bzw. 16,5 Prozentpunkten. In der Bezirkshauptstadt selbst landete Hofer bei 34,8 Prozent (Hundstorfer 18,6, Griss 14,7, Khol 12,3, Lugner 3,0).

 „Ich glaube, dass es Hofer jetzt wird!“

„Wir haben tadellose Arbeit geleistet, haben uns im Bezirk mit allen verfügbaren Kräften in den Wahlkampf gekniet“, sagt der interimistische FPÖ-Bezirkspartei-Obmann Walter Hoffmann zur NÖN. Er spricht von einem „super Ergebnis, das ich wirklich nicht erwartet hatte.“ Der Erfolg von Hofer bei der Stichwahl sei, so Hoffmann, schwer vorherzusagen: „Die Frage wird sein, wohin die Roten und die Schwarzen tendieren. Ich glaube aber, dass er es jetzt wird!“


 
Mehr zur Bundespräsidentenwahl 2016, Analysen und Reaktionen aus dem Bezirk Gmünd lesen Sie ab Mittwoch in der Gmünder NÖN!