Erstellt am 30. Juni 2016, 05:20

von Thomas Weikertschläger und Karin Pollak

Fallschirmspringer-Jubiläum: Himmel wird bunt. Bei 30. Auflage des Fromberger Events wartet auf 20.000 Gäste intensives Sport- und Rahmenprogramm.

Vom 4. bis 10. Juli gehört der Luftraum über Fromberg wieder den Fallschirmspringern.Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Bereits zum 30. Mal wird von 4. bis 10. Juli das Internationale Fallschirmspringertreffen in Fromberg ausgetragen. Zum Jubiläum warten einige Highlights auf die Zuschauer und die Springer.

Vor 30 Jahren wurde Fromberg als Austragungsort des Fallschirmspringertreffens ausgewählt. Die Verantwortlichen des IPPC (International pink parachute club) waren auf der Suche nach einer flugfreien Zone und wurden so auf die Gegend nördlich des Truppenübungsplatzes aufmerksam. Dann kam es zu einem Treffen des IPPC mit dem Eigentümer der Wiese, einigen Dorfbewohnern und dem Verschönerungsverein.

„Der Auftrag lautete: Wir wollen Fallschirmspringen, ihr sollt uns und die Besucher verpflegen“, erinnert sich Vereinsobmann Andreas Langsteiner an die Anfänge. IPPC-Organisatorin Uschi Iragorri war von Fromberg von Beginn an fasziniert. „Hier gibt es ein ganz besonderes Flair. Für zehn Tage macht der Zirkus Halt, es gibt sonst keinen Flugbetrieb und die Umgebung ist total super für das Campen.“

Highlight: Canopy Piloting Open

Und genau das schätzen auch die Teilnehmer am Fallschirmspringertreffen, die vorwiegend aus Österreich, Deutschland und Tschechien anreisen. „Für heuer hat ein Neuseeländer sein Kommen angesagt, im Vorjahr war eine Gruppe aus Dubai da“, so Iragorri.

Ein besonderes Highlight kann seit dem Vorjahr angeboten werden: Das Canopy Piloting Open wird von 6. bis 8. Juli ausgetragen. Die Fromberger Jugend errichtete dafür den Wassergraben – es ist der Einzige in Österreich, der für derartige Wettbewerbe geeignet ist.

In den 30 Jahren wurden über 1.000 Fallschirmspringer verzeichnet, die nicht nur das Springen selbst, sondern auch das Rahmenprogramm vom Fromberger Verschönerungsverein genossen haben. „Heuer rechnen wir wieder mit bis zu 180 Springern“, freut sich die Organisatorin. Außerdem werden alle jemals in Fromberg stehenden Strohgebilde wieder aufgebaut, so Langsteiner.

Bei der ersten Auflage ging man mit ein paar Kisten Bier, einem Griller und einem Zelt in die Veranstaltung. „Damals hatten wir 2.000 Gäste, jetzt kommen jedes Jahr 20.000“, so Langsteiner. Die Zahl der freiwilligen Helfer stieg von 30 auf 100, die 3.000 Arbeitsstunden pro Jahr verrichten. Und das stärke den Zusammenhalt im Dorf, meint Langsteiner: „Auch Renovierungen und Investitionen zur Verschönerung wären sonst nicht möglich.“ Unter anderem wurde zum Bau des Vereinshauses in der Ortsmitte (2013) beigetragen.