Erstellt am 18. September 2015, 06:47

von Markus Lohninger

Funde unter Stadtplatz von Litschau. Bei den Grabungen für die Neugestaltung des Litschauer Stadtplatzes stießen Arbeiter auf Granit - und Fundstücke.

Der offizielle Spatenstich wurde im Beisein von Johannes Kuben (Firma Kuben Baugesellschaft), Bürgermeister Rainer Hirschmann und den Stadträten Maria Ergott, Vizebürgermeister Reinhard Fürnsinn, Erwin Hauer und Johannes Heißenberger sowie Stadtamtsdirektor Jürgen Uitz vorgenommen.  |  NOEN, privat

Neben alten Einfriedungen und Fundamentierungen wurden bereits Alltags-Gegenstände aus dem 18.Jahrhundert und Münzen bis zurück ins Jahr 1878 freigelegt: Manches Fundstück glänzte wohl – und doch fand sich bis dato kein Gold unter der Oberfläche des Litschauer Stadtplatzes.

Funde gelten als historisch nicht relevant

Der Platz wird seit einigen Tagen – wie in der NÖN angekündigt – unter Aufsicht eines archäologischen Dienstes einer großflächigen Neustrukturierung unterzogen. Die ersten Funde traten nach dem Start der Aushub- und Abbrucharbeiten bereits knapp unter dem Gehniveau zutage. Die Steine eines alten Steinkanals werden wiederverwendet, was mit den Fundstücken geschieht, das ist aber noch offen. „Sie gelten als historisch nicht relevant, daher wurden sie dokumentiert und werden abgelegt oder dem Denkmalamt zur Verfügung gestellt“, sagt VP-Bürgermeister Rainer Hirschmann.

Er hatte keine sensationellen Funde erwartet, aber im Bereich der Kirche mit Skeletten gerechnet – auch solche kamen nicht zutage. Im Zuge der Grabungen, für die bei der Gemeinderats-Sitzung am 9. September die Firma Kuben den Zuschlag erhalten hatte, wurde vielmehr am 10. September auf Granit gestoßen.

Investitionskosten von etwa 360.000 Euro

Die Baufirma Kuben hatte Aufträge über insgesamt etwa 125.000 Euro angenommen, die auch die Fundamentierung und Baumeister-Arbeiten umfasst. Die Firma Richter aus Baden wurde im Gemeinderat mit dem Garten- und Landschaftsbau beauftragt (Kosten: etwa 53.000 Euro). Wo möglich, da sollen, so Hirschmann weiter, auch der städtische Bauhof und eigenes Material – etwa das Holz im Bereich der Kirche – einbezogen werden.

Für Investitionskosten von etwa 360.000 Euro werden wie berichtet umfassende Maßnahmen zur Attraktivierung und Belegung des Stadtzentrums vorgenommen. Dazu gehören auch barrierefrei mit Rampen überbrückte Ebenen, Spiel- und Erholungsraum inklusive Wasser- und Tanzglockenspiel, Trinkbrunnen und Schirmbar mit allen Anschlüssen.