Erstellt am 19. März 2016, 06:54

von Thomas Weikertschläger

„Ab und zu ein Gebiss“. Während hauptsächlich Schlüssel, Geldbörsen und Kleidungsstücke an den Fundämtern des Bezirks abgegeben werden, wurden auch schon Silikonimplantate gefunden.

Als einer der spektakulärsten Funde der letzten Jahre wartet seit dem Vorjahr eine Drohne am Schremser Fundamt auf seinen Besitzer.  |  NOEN, Shutterstock/risteski goce

Drohnen, Gebisse und sogar Silikon-Implantate – diese Dinge gehören zu den absoluten Highlights der an den Fundämtern im Bezirk Gmünd abgegebenen Gegenstände.

Der Alltag für die Mitarbeiter auf den Fundämtern gestaltet sich aber wesentlich weniger spektakulär. Den Großteil der abgegebenen Gegenstände bilden Schlüssel, Geldbörsen, Kleidungsstücke oder Brillen. Während in Weitra „zwar alle paar Jahre ein Gebiss“ abgegeben wird, ist das Amt laut Walter Rabl kaum frequentiert. „Manchmal tut sich nach Großveranstaltungen etwas mehr, ansonsten gibt es oft nur fünf oder sechs Funde pro Jahr.“

„Abgegeben werden Ausweise, Jacken oder Pullover.
Spektakuläres wie Waffen oder Sprengstoff bleibt aber aus.“
Stadtpolizist Gerhard Blaschko

In Schrems wartet seit dem Vorjahr eine Drohne auf ihren Besitzer, ansonsten werden meist ein bis zwei Mal wöchentlich Schlüssel oder Geldbörsen abgegeben. Rund 25 mal im Jahr passiert ähnliches in Heidenreichstein, allerdings gab es hier vor rund 15 Jahren mit Silikonimplantaten den wohl skurrilsten Fund im Bezirk Gmünd, wie Alfred Haufek berichtet.

In Litschau wurden im Vorjahr rund 40 Gegenstände abgegeben, darunter auch ein Fahrrad und Badeutensilien, wie Martina Kainz erzählt. In Gmünd liegt die Zahl der Funde ebenfalls bei rund 40. „Allerdings werden da gefundene Schlüssel nicht mitgezählt“, wie Stadtpolizist Gerhard Blaschko erklärt. Zu den Funden gehören neben Ausweisen auch Pullover, Jacken und Hauben, „spektakuläres wie Waffen oder Sprengstoff bleibt aus“, so Blaschko.

Einig sind sich die Fundamt-Mitarbeiter in einem Punkt: Gerade bei Schlüsseln werden jene, die in den Fundämtern aufliegen, scheinbar nicht vermisst. „Aber ausgerechnet die, die gesucht werden, haben wir nicht“, meint Martin Fichtenbauer von der Gemeinde Schrems.