Erstellt am 07. Mai 2016, 05:24

von Markus Lohninger

Wahl mit Nebengeräusch. Debatte über Entlohnung des Obmann-Postens nach Wechsel im GUV. Raimund Fuchs: „Wäre schön, Bedenken schon im Verband anzusprechen.“

Raimund Fuchs  |  NOEN, privat

Um die Nachbesetzung des Ende März als Bürgermeister von Hoheneich zurückgetretenen Roland Wallner (ÖVP) als Obmann im Gemeinde-Umweltverband Gmünd (GUV) ist eine Diskussion entbrannt. Dabei geht es nicht um die Person an sich – der Weitraer VP-Bürgermeister Raimund Fuchs wurde im Vorstand einstimmig gewählt, Stellvertreter bleibt Brand-Nagelbergs SP-Gemeindechef Franz Freisehner. Es geht um die Bezahlung im GUV, dem alle Gemeinden im Bezirk angehören.

„Wenn Bürgermeister und Vizebürgermeister sowieso von ihren Gemeinden für ihre politische Tätigkeit entlohnt werden, dann sollten sie nicht auch noch zusätzlich etwas aus dem Gebühren-Haushalt erhalten“, sagt der Gmünder Vizebürgermeister Hubert Hauer (AfG), der dem GUV als Vertreter der Bezirkshauptstadt angehört. Hauer argumentiert das damit, dass auch die Obleute anderer Verbände wie dem Abwasserverband ihre Tätigkeiten ehrenamtlich verrichten würden.

Sachliche, kritiklose Sitzung

Raimund Fuchs gibt sich auf NÖN-Nachfrage überrascht. Er spricht von einer sachlichen, kritiklosen Sitzung. „Es wäre schön, würde man etwaige Bedenken im Verband ansprechen und sie sich nicht erst nachher medial ausrichten“, sagt er. Den Obmann im Abwasserverband mache er ehrenamtlich, auch im Vorfeld seiner Wahl zum GUV-Obmann sei die Geldfrage nie ein Thema gewesen. „Es wäre das Letzte, was ich da hinterfragen würde“, sagt er. Aber: „Es ist ein Job, den man nicht nebenbei machen kann – und wer arbeitet, der sollte sich nicht dafür schämen müssen, wenn er dafür etwas erhält.“

Im Fall der GUV-Führung handle es sich um einen mittleren dreistelligen Betrag, auch die anderen Vorstands-Mitglieder erhalten etwas. Geschäftsführer Martin Koppensteiner gibt zu Bedenken: „Ich kenne landesweit keinen Obmann in einem Abwasserverband, der das Amt ehrenamtlich ausführt.“

Grundsätzlich geht Fuchs positiv in seine Funktion. „Ich übernehme eine gut funktionierende Aufgabe, das Team ist gut aufgestellt“, sagt er. Im Gremium war er seit seinem Antritt als Bürgermeister 2010, 2015 rückte er in den Vorstand auf. Umstellungen wie jene auf die neuen Container an neuen und weniger Standorten geschahen bereits unter Wallner. Fuchs: „Es werden aber auch künftig Herausforderungen auf uns warten.“