Erstellt am 19. Februar 2016, 06:34

von Karin Pollak

Streit ums Wasser. Veröffentlichung in Gemeinde-Zeitung über Abnahmepflicht sorgt in Eisgarn für Aufruhr.

 |  NOEN, Erwin Wodicka/Bilderbox

Die Gemeindewasserleitung und die dazu gehörige gesetzliche Abnahmepflicht spalten die Eisgarner Bevölkerung. Während die einen den Hinweis der Gemeindeführung zur Wasser-Abnahmepflicht in der jüngsten Gemeindezeitung als Schikane sehen, werfen andere Bürgermeister Günter Schalko (ÖVP) vor, in der Sache nichts zu unternehmen.

„Als mir bewusst wurde, dass es einige wenige Haushalte in unserer Gemeinde gibt, die anscheinend nicht ihr Trinkwasser aus der Gemeindewasserleitung entnehmen, habe ich sofort reagiert und einen Hinweis dazu in der Gemeindezeitung veröffentlicht“, so Schalko zur NÖN: „Wir werden die Kirche aber im Dorf lassen und die für Herbst geplante Wasserzählerablesung abwarten. Ich glaube, dass unsere Bürger mündig genug sind, sich an die Gesetze zu halten. Sollte das nicht sein, dann sind weitere Schritte notwendig.“

Gefahr der Verkeimung durch Wasser aus eigenen Brunnen

Einige Bürger, die seit der Errichtung der Gemeindewasserleitung in den Jahren 2000 und 2001 ihr gesamtes Trinkwasser daraus entnehmen, fürchten die Gefahr der Verkeimung des Wassers durch andere, die ihr Wasser weiter aus eigenen Brunnen entnehmen. Außerdem könnten so Mehrkosten für alle Eisgarner entstehen.

„Durch ein paar Uneinsichtige werden dann alle zur Kassa gebeten“, so einer dieser Bürger, die den Verantwortlichen vorwerfen, dass man den Wasserverbrauch aller Haushalte seit Jahren kennen würde und nichts gegen jene unternehme, die kaum oder gar kein Wasser von der Gemeinde beziehen. „Diese Kritik muss ich mir gefallen lassen. Ich weise aber darauf hin, dass alle Verantwortlichen sehr gute Arbeit leisten und wir jetzt reagieren werden“, so Schalko.