Erstellt am 25. November 2015, 03:53

von Markus Lohninger

Wohnungsgenossenschafts-Büro wird abgezogen. Hausverwaltungs-Auftrag für über 400 Gemeindewohnungen verloren: St. Pöltner Wohnungsgenossenschaft zieht ihr Büro aus Bezirkshauptstadt ab.

Das Büro an der Ecke Schubertstraße/Conrathstraße steht ab Jänner leer: Die St. Pöltner Wohnungsgenossenschaft zieht ihr Büro nach der Kündigung des Hausverwaltungsvertrages durch die Stadtgemeinde ab. Foto: Lohninger  |  NOEN, Markus Lohninger
Drei Geschäftsflächen haben sich in der Gmünder Neustadt rund um den Schubertplatz zuletzt wie berichtet gefüllt – ein markantes anderes Geschäftslokal wird ab Jahreswechsel leer stehen: Die St. Pöltner Wohnungsgenossenschaft zieht ihr Büro aus der Bezirkshauptstadt ab.

„Büro hat ab Jahreswechsel keinen Sinn mehr“

Als Grund nennt deren Direktor Willi Gelb gegenüber der NÖN den Umstand, dass die SP-nahe Genossenschaft nach dem Regierungswechsel in Gmünd den Auftrag für die Hausverwaltungen in den mehr als 400 Gemeindewohnungen per 31. Dezember verloren hat.

„Wir verwalten im Bezirk ansonsten nur wenige Wohnungen, das Büro hat ab Jahreswechsel keinen Sinn mehr, wir sind bereits beim Ausräumen“, beteuert Gelb.

Die Stadtgemeinde verliert damit die Mieteinnahmen für ihre Geschäftsfläche in der Conrathstraße 29. Sie will die Wohnungen künftig in Eigenregie verwalten – und dazu Thomas Hauer von der Wohnungsgenossenschaft als Hausverwalter ins Gemeindepersonal übernehmen. „Auch wenn man diese beiden Faktoren einrechnet, kommt die Umstellung der Gemeinde billiger als die aktuelle Lösung“, sagt Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP).

Stillstand bei „Junges Wohnen“-Projekt

Auffallend ruhig geworden ist es auch um das ebenfalls mit der St. Pöltner Wohnungsgenossenschaft geplante „Junge Wohnen“-Projekt in der Kernstockgasse, für das es vor mehr als zwei Jahren einen einstimmigen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates gegeben hatte.

„Seit dem politischen Wechsel in Gmünd ist in diese Richtung nicht mehr viel passiert“, sagt Willi Gelb. Man wolle jetzt einmal die Auflösung des Verwaltungs-Vertrages für die Gemeindebauten hinter sich bringen und den Bedarf für die zwölf geplanten Einsteiger-Wohnungen in Gmünd klären.

Den Bedarf sieht Bürgermeisterin Rosenmayer in jedem Fall als gegeben an: „Ich möchte, dass der Sache Nachdruck verliehen und allmählich Klarheit geschaffen wird.“ Man müsse, falls es keine Fortschritte gebe, „allmählich einen anderen Weg“ einschlagen.