Erstellt am 03. März 2016, 05:04

von Markus Lohninger

Giftköder: Zweites Frauchen meldet sich. Zweite Hündin mit Vergiftungs-Erscheinungen nach Blockheide-Spaziergang. Kann es auch zweimal nur Zufall sein?

Drei Tage nach dem kurzen Ausflug in die Blockheide war Gina immer noch wackelig auf den Beinen.  |  NOEN

Der Verdacht, dass derzeit im Bereich der Blockheide ein Tierhasser Giftköder auslegt, erhärtet sich: Am Tag nach Erscheinen des

über die Vergiftung der 22 Wochen jungen Ronja am 16. Februar meldete sich eine zweite Hundebesitzerin bei der NÖN.

Die Frau aus der Gemeinde Brand-Nagelberg war am 22. Februar gegen 17 Uhr mit ihrer Gina nur kurz vom Naturpark-Eingang Eibenstein über den Aussichtsturm-Hügel zum Blockheideteich spaziert und dann wieder zurückgekehrt. Ähnlich wie bei Ronja vergingen mehrere Stunden, ehe es bei Gina losging.

„Sie wollte dauernd ins Freie, hat die Nacht über in einer Tour gebrochen, hat sich kaum mehr bewegt, auch den ganzen nächsten Tag über nichts gefressen und nur mit Mühe getrunken, wenn sie direkt vor die Wasserschale gestellt wurde“, sagt das Frauchen.

Sie habe gerätselt, was plötzlich mit der Hündin los sei, dann aber den Artikel über die vergiftete und tagelang mit dem Tod ringende Ronja gelesen.

„Hat sie wirklich eine Kleinigkeit abgekriegt?“

Gar so schlimm erwischte es Gina nicht, auch wenn sie selbst drei Tage später noch wackelig auf den Beinen war. Gina bleibe gerne stehen und schnuppere, sagt das Frauchen. Aber, in Anspielung an das erste vergiftete Tier: „Sie ist normal kein ‚Staubsauger‘, hat noch nie etwas von Fremden gefressen. War es ein blöder Zufall? Oder hat sie wirklich eine Kleinigkeit von einem Köder abgekriegt?“

Drei Tage nach dem kurzen Ausflug in die Blockheide war Gina immer noch wackelig auf den Beinen – was ihr aber immerhin das seltene Glück einbrachte, von der Katze im Korb geduldet zu werden. Da sage noch jemand, Katzen hätten keine Gefühle.