Unserfrau-Altweitra

Erstellt am 21. Oktober 2016, 01:31

von Karin Pollak

Unserfrau-Altweitra: Spektakel mit Pumpe. Um Wasserstand im Altweitraer Teich zu erhöhen, werden 80.000 Kubikmeter Wasser aus Ulrichser Teich umgepumpt.

Über ein Meter Wasser fehlt im Altweitraer Teich (Bild unten). Mit Wasser aus dem rund 800 m entfernten Ulrichser Teich soll das geändert werden. Dazu startet die Fürstenberg‘sche Forst- und Güterdirektion, im Bild mit Johannes Hartig und Mario Klopf, mit der Feuerwehr Weitra (im Bild Kommandant Harald Hofbauer) eine fünftägige „Pump-Aktion“.  |  NOEN, Karin Pollak

Einen Meter unter dem Normalstand liegt derzeit der Wasserstand im Altweitraer Teich. Das soll jetzt durch eine gemeinsame Aktion der Feuerwehr Weitra und der Fürstenberg’schen Forst- und Güterdirektion als Teich-Eigentümer ausgeglichen werden: Fünf Tage lang wird Wasser vom Ulrichser in den Altweitraer Teich gepumpt.

„Der Altweitraer Teich ist ein ‚Himmelsteich‘. Es gibt keinen Zulauf, das Wasser kommt nur durch Niederschläge zusammen“, erklärt Gutsverwalter Johannes Hartig. 2015 wurde der Teich mit 16 Hektar Wasseroberfläche abgelassen und abgefischt. Durch den niedrigen Wasserstand kann es für die 7.000 Karpfen eng werden: Wird die Eisdecke im Winter dicker, so droht den noch kleinen Karpfen akuter Platz- und Sauerstoffmangel.

Floriani arbeiten fünf Tage im 12-Stunden-Takt

Dem beugt man jetzt mit einer einzigartigen Aktion vor. Der rund 800 Meter entfernte Ulrichser Teich wird heuer abgefischt. Anstatt ihn abzulassen, pumpt die Feuerwehr Weitra mit ihrer Sonderpumpanlage ca. 500 Kubikmeter pro Stunde von einem zum anderen Teich um. Die Teiche sind mit einem Graben verbunden, überschüssiges Wasser aus dem Ulrichser Teich fließt normalerweise über den Graben zum Altweitraer Teich. „Beim Ablassen gelangt das Wasser aber nicht in den Graben und wäre für den Altweitraer Teich verloren. Daher wird es in den Graben gepumpt und rinnt dann von selbst zum Altweitraer Teich“, erklärt Hartig.

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Damit soll der Altweitraer Teich mit bis zu 60.000 Kubikmeter Wasser aufgefüllt und der Wasserstand um einen halben Meter erhöht werden. Gearbeitet wird ab 26. Oktober, 10 Uhr, fünf Tage lang im 12-Stunden-Dienst mit je zwei Florianis, wie Kommandant Harald Hofbauer sagt. Zuschauer sind natürlich herzlich willkommen.

Dass die Pump-Aktion funktionieren wird, darüber sind sich die Beteiligten einig. Die Pumpe hat den Hochwassereinsatz in Bosnien (dreieinhalb Wochen Dauerbetrieb) gut überstanden. „Und mit meinen tollen Kollegen schaffen wir auch diesen Einsatz“, so Hofbauer, der die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und der Familie Fürstenberg mit dieser Aktion unterstreichen will.