Gmünd

Erstellt am 22. April 2017, 03:55

von Thomas Weikertschläger

Bevölkerungs-Entwicklung: Bezirk ist geschrumpft. Seit 2006 ging Zahl der Einwohner im Bezirk Gmünd um 4,2 Prozent zurück. Nur Eisgarn, Großdietmanns und Moorbad Harbach verzeichneten Plus.

Einwohnerentwicklung im Bezirk Gmünd 2006 bis 2016  |  Quelle: NÖN/Gemeide; Foto: Aswer Productio/shutterstock; Grafik: Bischof

Die Statistik Austria ermittelte Einwohner-Daten aus den Gemeinden aus den Jahren 2006 und 2016 – und erstellte dazu eine interaktive Karte, die aufzeigen soll, welche Regionen Österreichs wachsen und welche schrumpfen. Diese Daten sollen für die Auseinandersetzung mit dem jüngst von Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter vorgestellten „Masterplan für die Stärkung der ländlichen Regionen“ relevant werden.

Bis zum Sommer will der ÖVP-Politiker in den betroffenen Regionen und Gemeinden die Herausforderungen besprechen und sammeln, der Plan selbst soll im Herbst der Regierung vorliegen. Aus den Erkenntnissen dieser Erhebungen sollen dann Lösungen wie etwa Auslagerungen von Arbeitsplätzen des Bundes in benachteiligte Regionen, Ausbau von Ganztageskinderbetreuung sowie Breitbandinitiativen gefolgert werden.

Rückgang der Bevölkerung um 4,2 Prozent

Dass der Bezirk Gmünd zu jenen Regionen gehört, die in den vergangenen zehn Jahren mit einem Rückgang der Bevölkerung zu kämpfen hatte, ist nicht weiter überraschend. Insgesamt ging die Zahl der Einwohner im Bezirk von 39.224 auf 37.557 zurück (-4,2 Prozent). Lediglich in drei Gemeinden – Eisgarn, Großdietmanns und Moorbad Harbach – gibt es mehr Einwohner als 2006.

In Eisgarn wuchs die Bevölkerung um 3,2 Prozent auf 684, in Großdietmanns um 2,7 Prozent auf 2.240 und Moorbad Harbach minimal um 0,1 Prozent auf 706. Schlusslicht bei der Bevölkerungsentwicklung ist hingegen Bad Großpertholz. Hier ging die Zahl der Einwohner um 182 (-11,7 Prozent) auf 1.379 zurück. Auch Hohen eich (-10,8 Prozent auf 1.383), Eggern (-9,4 Prozent auf 695) und Brand-Nagelberg (-8,9 Prozent auf 1.601) gehören zu den großen Verlierern. Zumindest in Hoheneich scheint sich diese Entwicklung aber wieder umzukehren, im Vorjahr verzeichnete die attraktive Wohngemeinde zwischen den beiden Zentren Gmünd und Schrems ein leichtes Bevölkerungsplus.

Alle fünf Städte haben Einwohner verloren

Von den fünf Stadtgemeinden des Bezirks musste Litschau den geringsten Bevölkerungsverlust hinnehmen. Hier ging die Bevölkerung um 2,8 Prozent auf 2.298 zurück. Die Bezirkshauptstadt Gmünd (-3,8 Prozent auf 5.504), Schrems (-4,0 Prozent auf 5.496) und Weitra (-4,1 Prozent auf 2.709) liegen bezüglich Rückgang ziemlich gleich auf. Heidenreichstein hingegen fällt mit einem Minus von 5,6 Prozent auf 4.077) deutlich zurück. Allerdings hat sich auch hier – ähnlich wie in Hoheneich und auch in Gmünd – im Vorjahr der Trend bereits umgekehrt.

Auch Amaliendorf-Aalfang (-4,0 Prozent auf 1.121), Großschönau (-2,4 Prozent auf 1.235), Haugschlag (-6,2 Prozent auf 485), Hirschbach (-5,3 Prozent auf 569), Kirchberg (-4,7 Prozent auf 1.364), Reingers (-6,8 Prozent auf 661) und Unserfrau-Altweitra (-1,9 Prozent auf 1.001) verloren Einwohner, Waldenstein hielt seine 1.216 Einwohner punktgenau.