Gmünd

Erstellt am 14. Juni 2017, 02:52

von Markus Lohninger

Ausbau: Magna stockt stark auf. 9.000 m 2 große neue Halle des Autozulieferers vor Fertigstellung, weitere Expansion in Planung. Das Ziel: mehr als 850 Arbeitnehmer bis Jahresende.

Der Access-Industrial-Park erhält derzeit auf tschechischer Seite massiven Zuwachs: Magna Cartech erweitert die Kapazitäten beträchtlich.  |  Markus Lohninger

Große Veränderungen im tschechischen Teil des grenzüberschreitenden Access-Industrial-Parks Gmünd- Ceské Velenice: Das im Jahr 1996 durch die Baufirma Leyrer+Graf errichtete Produktionswerk des Autozulieferers Magna Cartech hat seine Kapazitätsgrenze erreicht.

Die Erweiterung um eine etwa 9.000 m 2 große neue Lager- und Logistikhalle am Nachbargrundstück soll noch diesen Sommer fertiggestellt werden. Mehrere weitere Ausbauten sind laut Access-Park-Geschäftsführer Jaroslav Krivan derzeit in Planung, darunter zwei weitere, kleinere Hallen und ein neuer Schrottplatz. Vorbereitet wird aufgrund des Expansionskurses der Firma, die Teil des von Frank Stronach gegründeten Weltkonzerns Magna International Inc. ist, auch eine Änderung der Verkehrs-Situation.

Hundert Jobs sind noch zu vergeben

„Eine zweite Einfahrt zum Werk soll kommen, derzeit werden dazu aber noch mehrere Varianten geprüft“, sagt Krivan. Eine der Optionen betrifft die Idee, die große Kreuzung am Ende der tschechischen Verlängerung der Zweiländerstraße zum Kreisverkehr mit eigener Ausfahrt zur neuen Halle umzubauen. Die Kosten dafür müsste laut Jaroslav Krivan aufgrund der Gesetzeslage in Tschechien der internationale Wirtschaftspark selbst tragen.

Als 1996 der Spatenstich für das Werk erfolgt war, war von 200 Arbeitsplätzen die Rede gewesen, die hier geschaffen werden sollten (und von etlichen in Gmünd). Heute beschäftigt Magna Cartech in Velenice laut Auskunft aus dem Personalbüro 760 Mitarbeiter, und: „Bis Jahresende möchten wir um hundert Beschäftigte aufstocken“.

Davon betroffen ist wegen neuer Kunden und neuer Aufträge vor allem die Produktion, für die auch unabhängig von Hallen-Erweiterungen laufend Mitarbeiter gesucht werden. Die Suche ist im südböhmischen Raum – wo es fast keine Arbeitslosigkeit gibt – schwierig, die Fühler werden, wie es heißt, nicht mehr nur in Tschechien und der Slowakei, sondern verstärkt auch in andere Länder ausgetreckt.

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