Erstellt am 12. Mai 2016, 05:54

von Karin Pollak

Der Biber steht vor der Tür. Biber wählte den Teich der Gmünder Familie Eigenschink bei Mayrhofen nahe der Bezirksgrenze aus. Experten: Frage der Zeit, bis sich Biber im Bezirk ansiedeln.

Eine im Durchmesser rund 60 Zentimeter dicke Pappel beschädigte ein Biber beim Fischteich der Gmünder Familie Eigenschink in Mayrhofen bei Großglobnitz. Benjamin (links) und Laurenz Semler, die Enkelkinder von Herwig Eigenschink, beim Lokalaugenschein.  |  NOEN, privat

Noch ist im Bezirk Gmünd kein Biber gesichtet worden, das geschützte Tier hat aber bereits die Bezirksgrenzen erreicht: Die Gmünder Familie Eigenschink, die einen Fischteich in Mayrhofen bei Großglobnitz (Bezirk Zwettl) besitzt, hat seit der Vorwoche einen Biber in diesem Teich.

„In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Es freut mich, dieses geschützte Tier bei unserem Teich zu haben, andererseits ist natürlich mit Schäden durch den Biber zu rechnen“, sagt Herwig Eigenschink, Bezirksvorsitzender der „Silberlöwen“ im Wirtschaftsbund.

Tier selber noch nicht gesehen

Angenagte Bäume und Spuren lassen eindeutig darauf schließen, dass ein Biber den Fischteich der Familie Eigenschink als Domizil auserkoren hat. „Wir haben dazu den Spezialisten Ernst Wandaller hinzugezogen und er hat uns das Biber-Vorkommen bestätigt“, so Eigenschink, der das Tier selber noch nicht zu sehen bekommen hat. Bei seiner Umfrage bei bekannten Fischteichbesitzern im Bezirk Gmünd kam heraus, dass noch niemand mit diesem Problem zu kämpfen hat.

Das bestätigt Günther Gratzl von der Ökologischen Station Waldviertel in Gebharts: „Im Horner Bezirk, im Thayatal und speziell im Raum Vitis gibt es schon seit einiger Zeit Biber. Er steht also schon an den Bezirksgrenzen und es wird nicht mehr lange dauern, bis die Biber sich in unserem Bezirk ansiedeln.“

Davon kann auch Bezirksjägermeister Ernst Strasser berichten. „Ich weiß zum Beispiel von Bibervorkommen in Limbach und Vitis“. Der allgemeine Tenor ist eindeutig: Die Dichte an Bibern nimmt zu.