Erstellt am 03. April 2016, 05:24

von Markus Lohninger

Gmünd erhält Henry-Laden. In der Second-Hand-Boutique im Herzen der Altstadt erhalten Gebrauchtes bald eine zweite Chance und Kunden günstige Ware. Start: Ende Mai/Anfang Juni.

NÖN-Besuch beim Arbeitstrupp des Roten Kreuzes in der Meridian-Passage: Christina Bock, Thomas Schattauer-Schmidt, Manuel Ruso, Reinhard und Karin Grubeck, Patrick Burger, Projektleiter Christoph Schattauer-Schmidt und Bezirksstellen-Geschäftsführer Markus Hobiger (von links) vor dem künftigen »Henry-Laden«.  |  NOEN, M. Lohninger

In der Meridian-Passage regt sich neues Geschäftsleben: Das Rote Kreuz richtet im ehemaligen Mayer-Schuhe-Verkaufslokal einen „Henry-Laden“ – benannt nach Rotkreuz-Gründer Henry Dunant – ein. Die Eröffnung dieses Second-Hand-Shops wird für Ende Mai oder Anfang Juni anvisiert.

„Die Bereitschaft, zu Geben, ist in der Bevölkerung extrem groß“, sagt Bezirksstellen-Geschäftsführer Markus Hobiger. Immer schon seien dem Roten Kreuz große Mengen an Sachspenden angeboten worden – die bislang mangels eigenem Lager aber großteils gar nicht angenommen werden konnten.

„Dabei gibt es viele Österreicher und Nicht-Österreicher, die in Armut oder armutsgefährdet leben“, bedauert Hobiger. Ihnen soll mit dem „Henry-Laden“ geholfen werden. Hier können zu bestimmten Zeiten (die noch bekannt gegeben werden) Warenspenden abgegeben werden, die dann zu günstigen Preisen zu haben sind. Die Kosten für den Betrieb können dabei auch deshalb gering gehalten werden, weil der Laden zum Großteil über ehrenamtliche Mitarbeiter geführt wird.

Mehr als 300 m² Fläche können genutzt werden

In mehreren Städten in Deutschland, Ober- und Niederösterreich brachte dieses Konzept bereits dauerhaft Erfolg, so auch in Horn und Hollabrunn.

Seit voriger Woche bringen Freiwillige das mit allen Nebenräumen 318 m2 große Geschäftslokal auf Vordermann. Christoph Schattauer-Schmidt ist Bezirksstellen-Verantwortlicher für „Gesundheits- & soziale Dienste“, bei ihm laufen die Fäden für das Projekt zusammen. „Der PVC-Boden wurde bereits entfernt, wir malen das Geschäft noch aus und erneuern Teile der Decke“, beschreibt Schattauer-Schmidt den Stand der Dinge: „Auch die Einrichtung inklusive Umkleiden wurde bereits – gebraucht – angekauft.“

Zum Start ist geplant, den neuen Henry-Laden an vier Tagen die Woche offen zu halten – wobei die Öffnungszeiten auch mit den Zeiten abgestimmt werden, zu denen der mobile SOMA in Gmünd ist.