Gmünd

Erstellt am 14. Oktober 2016, 08:58

von Markus Lohninger

Erste 15 Asylwerber im Dienst der Stadt. Diese Woche nehmen erste Gmünder Asylwerber ihre geringfügige, gemeinnützige Beschäftigung auf.

Helga Rosenmayer (ÖVP)  |  NOEN, privat

Etwas mehr als ein Jahr, nachdem der Gemeinderat gegen die Stimme von FPÖ-Stadtrat Benjamin Zeilinger die Vergabe von gemeinnütziger Arbeit an Asylwerber beschlossen hatte, traten am 10. Oktober die ersten 15 Asylsuchenden ihren Dienst im Bauhof der Stadtgemeinde Gmünd an.

Die Aktion ist vorerst auf zwei Monate befristet. „Es ist Neuland für uns. Daher wollen wir zunächst einmal sehen, wie sich die Dinge entwickeln“, sagt Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP). Die 15 Asylwerber seien nach Vermittlung der Initiative „Gmünd hilft“ und durch Hilfe der Diakonie ausgewählt worden, ergänzt Rosenmayer – das Angebot hätte die 15 vorübergehenden Stellen mehr als übertroffen. Etwa 24 Stunden pro Monat dürfen die Personen nun für die Stadtgemeinde arbeiten, und dafür maximal 120 Euro dazu verdienen.

Ziel: Bauhof entlasten, ohne Jobs wegzunehmen

„Ich wünsche mir, dass die Bevölkerung den positiven Aspekt der Aktion in den Vordergrund stellt“, appelliert Rosenmayer an ihre Mitbürger. Und Vizebürgermeister Hubert Hauer (AfG): Das geringfügige Beschäftigungsmodell ermögliche es Menschen, die „sonst keine sinnvolle Beschäftigung hätten und nur von uns kriegen, sich auch selbst in die Gesellschaft einzubringen.“

Mit der Aktion soll der Spagat zwischen unterstelltem Schmarotzertum und der Verdrängung einheimischer Arbeitskräfte geschafft werden. Die Asylwerber sollen daher, so Hauer, den Bauhof bei Tätigkeiten entlasten, für die sonst kein zusätzliches Personal aufgenommen werden könnte: „Sie können im Herbst zum Beispiel dazu beitragen, dass das Laubrechen schneller und öfter vorgenommen wird.“