Erstellt am 29. April 2016, 05:24

von Markus Lohninger

Gericht wird barrierefrei. Im Gebäude-Inneren wurden bereits die Vorarbeiten erledigt, mit einem neuen Aufzug an der Gebäude-Rückseite erfolgt nun auch der letzte Schritt. Baustart am 2. Mai.

Das Bezirksgericht in der Schremser Straße erhält mit Zufahrt von der Sigismundgasse (rechts) einen barrierefreien Zugang.  |  NOEN, Markus Lohninger

Das Bezirksgericht in Gmünd wird schon bald zur durchgehend barrierefreien Einrichtung umgerüstet. Die Bundesimmobilien-GmbH (BIG) als Eigentümerin des historischen Gebäudes in der Schremser Straße lässt sich die Maßnahmen, wie deren Sprecher Ernst Eichinger gegenüber der NÖN sagt, an die 200.000 Euro kosten.

Im Gebäude wurden bereits wesentliche Vorarbeiten für eine Barrierefreiheit geleistet. So wurde in den vergangenen Wochen ein Behinderten-WC in stalliert, das Gebäudeinnere ist somit durchgehend barrierefrei. Mit 2. Mai starten nun die Arbeiten für das wesentliche letzte Mosaik: An der Gebäuderückseite wird ein Aufzug hinzugebaut. Amtsdirektor Günter Binder: „Dafür wird in jeder Etage ein Gangfenster wegfallen und durch eine Tür ersetzt werden.“ Größere Einschränkungen für den laufenden Betrieb des Bezirksgerichtes erwartet er angesichts der Arbeiten an der Außenseite nicht.

Vor dem rückseitigen Zugang werden technische Einrichtungen wie eine Kamera und eine Sprechanlage installiert, zudem soll über die Hofzufahrt von der Sigismundgasse ein Behindertenparkplatz eingerichtet werden.

Fertigstellung bis Ende Juni geplant

Günter Binder spricht von einer „Erleichterung nicht nur für Rollstuhlfahrer – es geht um jede Art der körperlichen Einschränkung.“ Selbst als Transporthilfe für schweres Archivmaterial erwartet sich die Belegschaft des Bezirksgerichtes durch den Aufzug wertvolle Dienste. In Betrieb soll die Liftanlage bereits gegen Ende Juni gehen.