Erstellt am 27. Mai 2016, 06:04

von NÖN Redaktion

Neue Wege für das alte Bobbin-Areal?. Studierende denken über Verwertung des Areals der einst größten Firma in Gmünd nach. Rosenmayer: „Ideen-Sammlung“.

Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (links) machte sich an der TU Wien ein Bild über das Studentenprojekt »Anders günstig«. Mit im Bild (von links): Alexander Strebl, Hannah Geskes, Julia Hasner, Raphaela Leu, Hanna Riedmann sowie Projektbetreuer Paul Rajakovics.  |  NOEN, Harald Winkler

Ein für die Identität der Stadt Gmünd zentrales Areal steht derzeit im Fokus einer Studentengruppe des Institutes für Architektur und Entwerfen an der TU Wien: Sechs Studierende befassen sich unter dem Motto „Anders günstig“ mit Verwertungsideen bzw. Nachnutzungsmöglichkeiten für das ehemalige „Bobbin“-Firmenareal.

„Ziel soll es sein, Ideen für eine Verwertung zu sammeln und auf Möglichkeiten und Chancen aufmerksam zu werden“, sagt dazu Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP), die vorige Woche bei einer Projekt-Präsentation in Wien dabei war: „Bereits in der Vergangenheit haben sich mehrfach Menschen aus der Forschung mit ähnlichen Aufgabenstellungen befasst, etwa mit der Eisenbergerfabrik.“ Im Jahr 2013 hatte Olaf Schilling seine Diplomarbeit über die „Textilfabrik Eisenberger“ an der Technischen Universität Wien angefertigt, welche ein Konzept für eine Umnutzung der Eisenberger-Fabrik beinhaltet.

Günstigen Wohnraum mit Bestand verbinden?

Die sechs Studierenden des aktuellen Projektes beschäftigen sich noch bis zum Ende des aktuellen Sommersemesters mit Verwertungsmöglichkeiten der „Bobbin“ und versuchen, in die jeweiligen Projekte auch Möglichkeiten der Schaffung günstiger Wohnräume einfließen zu lassen. Die Betreuer Irene Ott-Reinisch und Paul Rajakovics: „Das Projekt hinterfragt die derzeitigen Strategien der Kostenreduzierung im Wohnbau. Im Projekt versuchen die Studierenden, günstigen Wohnraum mit den bestehenden, identitären Objekten der ehemaligen Bobbin-Fabrik zu verbinden.“

Hilfestellung bekamen sie von einem gebürtigen Gmünder, dem Wiener Architekten Konrad Schermann. Von ihm stammt die Initiative, Gmünd für die Projekte heranzuziehen. Die Ergebnisse werden Ende Juni präsentiert und sollen im Herbst in einer Publikation dokumentiert werden.

Eventuelle praktische Auswirkungen des Projektes kann Bürgermeisterin Rosenmayer noch nicht abschätzen. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn es Ideen und Möglichkeiten zur Verwertung des Bobbin-Areals aufzeigen könnte“, sagt sie, aber: „Ein konkretes Ansinnen gibt es dazu noch nicht.“