Erstellt am 20. April 2016, 06:34

von NÖN Redaktion

Schock nach Delogierung. Komplette Wohnung in der Bahnhofstraße war mit Katzenkot überzogen – das berichtet Nina-Maria Zinn-Zinnenburg vom Tierheim Krems. Besitzer angezeigt.

Einen guten Magen brauchten die Mitarbeiter des Tierheimes Krems nach einer Delogierung in der Bahnhofstraße.  |  NOEN, privat
Aus katastrophalen Wohnverhältnissen wurden vorige Woche im Zuge einer Delogierung in der Bahnhofstraße in Gmünd drei Katzen gerettet. Die Stubentiger kamen ins Tierheim nach Krems, der Besitzer wird angezeigt.

Die Delogierung war gerichtlich angeordnet, es dürften Mietrückstände dazu geführt haben. Zurück blieben die Katzen – das war mit Hausverwaltung, Behörden und Tierheim auch so vereinbart worden. Die Katzen wurden bis zum Abtransport ins Tierheim von der Hausverwaltung auch optimal versorgt.

Unmengen von leeren Futterdosen

Den Mitarbeitern des Tierheimes Krems bot sich dann aber vor Ort ein katastrophales Bild, nicht bei den Katzen, sondern in der Wohnung. „Die Wohnung war mit Katzenkot überzogen und es lagen Unmengen von leeren Futterdosen herum“, so die schockierte Obfrau Nina-Maria Zinn-Zinnenburg.

x  |  NOEN, privat


Die Katzen waren trotz dieser extremen Situation in einem guten Zustand. Die zwei Weibchen sind hochträchtig und dürften in einigen Tagen ihre Jungen zur Welt bringen. Der Kater ist noch einige Tage nach der Übersiedlung ins Tierheim sehr verschreckt. Die nicht kastrierten Katzen sind normal ernährt und auch nicht krank.

Amtstierärztin Stephanie Kienastberger war ebenfalls vor Ort, um etwaige Übertretungen nach dem Tierschutzgesetz zu ahnden. Der Gmünder wird auch deswegen angezeigt.
Ob und wann die drei Katzen an neue Plätze vermittelt werden können, das ist noch offen.