Erstellt am 14. Januar 2016, 20:22

von Markus Lohninger

Gmünd: SP-Stadtrat hört auf. Der erste Personalwechsel im Gmünder Gemeinderat kommt keine zehn Monate nach Angelobung der ÖVP/AfG/FPÖ-Stadtregierung nicht innerhalb der drei Koalitionsparteien, sondern von den Sozialdemokraten.

 |  NOEN, Markus Lohninger

Reinhold Schneider legte sein Amt als Stadtrat für Umwelt und Bauhof per 14. Jänner nieder und wirft auch als SPÖ-Sektionschef das Handtuch.

Er habe – das beteuert Schneider gegenüber der NÖN – die Ausmaße der politischen Arbeit in Sektion, Gemeinde- und Stadtrat unterschätzt, als er im Oktober 2014 dem scheidenden Stadtrat Helmut Feiler nachgefolgt war. „Es wird mir in Abstimmung mit Beruf und Privatleben einfach zu viel, alles leidet darunter.“

Spekulationen über angeblichen Wirbel wegen des aktuellen politischen Kurses innerhalb der derzeit einzigen Gmünder Oppositionspartei tritt der Gewerkschafter entschieden entgegen, „ich kann mich mit dem Kurs der Gmünder SPÖ voll identifizieren. Die zuletzt getroffenen Aussagen und Stellungnahmen waren okay.“

Auch SP-Klubchefin Beatrix Vischer-Simon spricht von einer „unspektakulären Gschicht. Es gab wirklich keinen Vorfall – auch nicht inoffiziell.“ Man müsse akzeptieren, wenn jemand leiser treten wolle, sagt Vischer-Simon, die durch den Amtsverzicht von Feiler im Herbst 2014 erst ihr Comeback in den Gemeinderat gefeiert hatte.

Wer Schneider in den Gemeinderat und in den Stadtrat folgen wird, das ist noch offen. Vonseiten der ÖVP wird sein Schritt jedenfalls bedauert. Martin Preis, Gemeinderats-Klubchef der Volkspartei: „Wir danken ihm für die konstruktive und gute Zusammenarbeit. Wir verlieren ein auch in der neuen Regierung sehr produktives Stadtrat-Mitglied.“
 
Wie es innerhalb der Gmünder SPÖ weitergeht, das lesen Sie in der nächsten Gmünder NÖN!