Gmünd

Erstellt am 07. Februar 2018, 04:52

von Markus Lohninger

Waldviertel wird Sole-Hotel-Motto. 2,8-Mio.-Euro-Paket für Sole-Felsen-Bad umfasst auch Foyer im Bad und Totalumbau im Hotel.

Standardzimmer sind bald Geschichte: Das Sole-Felsen-Bad holt Granit, Bäume, Moos & mehr in die Hotelzimmer.  |  M. Lohninger

Im zwölften Jahr des Bestehens schwimmt das Sole-Felsen-Bad in Gmünd auf der Erfolgswelle: Nach dem umsatz- und besucherstärksten Jahr in Hotel und Bad ging der Jänner 2018 mit 39.000 Badegästen gleich als bisher stärkster Monat in die Geschichte ein.

Der Erfolg wird in den nächsten Monaten für die langfristige Sicherung des 185-Mitarbeiter-Betriebes eingesetzt: Eigentümer und Geschäftsführung schnürten ein 2,8 Millionen Euro schweres Investitions-Paket für die Wellness-Oase am Ufer des Aßangteiches.

Konkret geht es neben Neupflasterungen von Wegen in den Außenbereichen von Bad & Sauna oder der bald anstehenden Neuanlage der Liegewiese im Bad – die flach und großzügiger gestaltet werden soll – um einen Sauna-Neubau, die Komplett-Erneuerung des Foyer- und Kassenbereichs im Bad und den Totalumbau aller 109 Hotelzimmer.

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Ebenso könnte noch heuer die Erweiterung des Hotel-Restaurants um einen Wintergarten folgen, von dem auch Einheimische wesentlich profitieren würden. Die Projekte im Detail:

Das neue Waldviertel-Hotel.

Den größten Brocken des Jahres, der sich auch ins Jahr 2019 ziehen dürfte, stellt im Zuge einer Generalsanierung der Komplettumbau aller Hotelzimmer vom Boden bis zur Decke dar.

Geschäftsführer Bernhard Strohmeier will dabei das Notwendige mit einer visionären Ausrichtung kombinieren: „Wir wollen, dass der Gast nach der Übernachtung zuhause erzählt, ‚das müsst ihr gesehen haben, das gibt es nur in Gmünd!‘ Er soll beim Betreten des Zimmers sofort wissen, dass er im Waldviertel ist.“

Wo überall möglich, sollen daher regionale Naturmaterialien zum Einsatz kommen und durch neue Lichtkonzepte in Szene gesetzt werden – vom Naturholz übers Granit-Waschbecken bis zu Wandelementen aus Heu oder Moos.

Die konkrete Ausrichtung legt Strohmeier dabei in die Hände der Hotelgäste selbst: Bereits im März können zwei Musterzimmer für jeweils vier Wochen getestet und bewertet werden, „die Gäste sichern unsere Arbeitsplätze, also sollen sie auch entscheiden dürfen.“ Im Juni soll es dann mit dem Umbau losgehen, wobei stockweise in vier Etagen gearbeitet werden soll.

Neuer Empfang für Badegäste.

Fixiert, aber noch nicht im Detail ausgeplant, ist ein zweites massives Investitions-Projekt – der komplette Foyer- und Kassabereich im Bad soll im Frühherbst erneuert werden. Wie die Hotelzimmer soll auch der Empfang für Badegäste naturnaher und erlebnisreicher werden, so ist eine Wasserfall-Inszenierung für den Eingang angedacht.

Aus einem für die Besucher praktischen Grund wird auch die räumliche Anordnung von Kassabereich, öffentlichen Toiletten und Bademodenshop überdacht: Ein digitales Erfassungs-System inklusive Chip-Armband soll Einzug halten. Gäste können dann Konsumationen auf den Chip buchen lassen und erst beim Verlassen des Bades bezahlen.

Der Kassabereich muss dazu auf fünf Plätze erweitert werden. Los gehen soll es mit dem Umbau bei laufendem Betrieb ungefähr Mitte September, vor dem Winter soll die neue Eingangshalle fertig sein.

Umgestaltung Saunagarten.

Nach dem Umbau des Empfangsbereiches ist zum Jahresende hin die Umgestaltung des Saunagartens geplant. Die bereits stark pflegebedürftige Salzsauna soll als ein Herzstück der ersten Stunde abgerissen werden. Sie soll einige Meter hinter dem aktuellen Ort beim Zaun der Anlage etwas größer und in neuer Form neuerrichtet werden. „Das rückt den hinteren Bereich mit Pongauer Ruheraum, Terrasse und eigener Liegewiese mehr in den Mittelpunkt“, sagt Geschäftsführer Strohmeier. Und: „Am Ort der bestehenden Salzsauna soll dann ein Platz entstehen, der für Events und auch gastronomisch genutzt werden kann.“

Zweiter Wintergarten.

Der in der Form in der Region einmalige Wintergarten als À-la-carte-Restaurant soll einen Doppelgänger erhalten. Angedacht ist es laut Strohmeier, ihn in Richtung der bestehenden Terrasse ans Hotel-Restaurant anzudocken: „Wir möchten die Möglichkeit für 40 bis 50 zusätzliche Plätze schaffen, teils auch für externe Gäste.“ Der bestehende Stahl-Glas-Wintergarten ist nämlich nicht nur mittags dicht besetzt – sondern als Frühstücks-Lokal für Einheimische oft sogar wochenlang im Voraus ausreserviert. „Im Herbst war er zuletzt acht Wochen durchgehend ausgebucht“, sagt Strohmeier.

Die Intensiv-Planung starte dazu allerdings derzeit, die Umsetzung könnte sich auch ins kommende Jahr verschieben. Bis dahin heißt es auf jeden Fall, allfällige Frühstücks-Wünsche zeitgerecht zu bekunden.