Gmünd

Erstellt am 21. April 2017, 04:55

von Karin Pollak

Wehr wurde rasch fündig: Teleskopmastbühne gekauft. Nach nur 14 Tagen fand Feuerwehr Gmünd neue Teleskopmastbühne. Gerät wurde für 110.000 Euro gebraucht gekauft.

Groß ist die Freude bei der Feuerwehr der Stadt Gmünd über die neue Teleskopmastbühne, die gebraucht in der Schweiz gekauft wurde.  |  Feuerwehr Gmünd

Auf eine fünfjährige Suche nach einer gebrauchten Teleskopmastbühne hat sich die Feuerwehr Gmünd eingestellt – geworden sind es dann lediglich 14 Tage, bis ein geeignetes Gerät gefunden worden ist. 110.000 Euro müssen dafür aufgebracht werden.

Die Feuerwehr Gmünd verfügt seit 2004 über eine Teleskopmastbühne, die jetzt 27 Jahre alt ist. Dieses Gerät hat bei vielen Einsätzen wertvolle Dienste geleistet – rund 40 pro Jahr – doch die Arbeitshöhe von 27 Metern lässt das Gerät bei manchen Gebäuden an seine Grenze stoßen. Auch die für nur 2 Personen ausgelegte Korblast schränkt die Arbeit ein.

"Einsatzgeräte sind äußerst schwer zu finden"

Somit wurde vom Kommando beschlossen, nach einem Ersatz Ausschau zu halten. Es solle wiederum eine gebrauchte Teleskopmastbühne sein (Neupreis rund 640.000 Euro), die über eine Arbeitshöhe von 30 Metern und mehr als 250 Kilo Korblast aufweisen soll, so die Vorgabe. „Wir gingen davon aus, dass wir sicherlich fünf Jahre suchen müssen“, berichtet der Kommandant der Feuerwehr Gmünd, Primar Michael Böhm, denn: „Solche Einsatzgeräte sind äußerst schwer zu finden.“

„Diese für uns neue Teleskopmastbühne wird uns wertvolle Dienste im Sinne der Sicherheit der uns anvertrauten Bevölkerung leisten“, ist der Kommandant der Feuerwehr Gmünd, Michael Böhm, überzeugt. Das Gerät wurde in der Schweiz um 110.000 Euro gekauft.  |  Feuerwehr Gmünd

Bei der Suche half dann aber der Zufall der Wehr. Der Österreich-Importeur der finnischen Firma Bronto-Skylift, die Wartungen für Hubrettungsgeräte durchführt, konnte in der Schweiz ein derartiges Fahrzeug ausfindig machen. Die Teleskopmastbühne 32 stand 20 Jahre bei der Feuerwehr Buchs im Einsatz und befindet sich in einem hervorragenden Zustand. Kosten wird dieses Einsatzgerät rund 110.000 Euro, die vorwiegend aus Eigenleistungen der Feuerwehr Gmünd mit Fest, Haussammlung und Veranstaltungen sowie mithilfe der Gemeinde finanziert werden.

„Alle unsere Erwartungen werden erfüllt: Die Arbeitshöhe liegt bei 32 Metern, die Korbbelastung ist für 270 Kilo ausgelegt. Es gibt eine Steigleitung mit Wasserwerfer, Strom- und Luftversorgung im Arbeitskorb“, so Böhm.

Bereits am 7. April konnte die schon aus Zürich überstellte Teleskopmastbühne in St. Pölten besichtigt werden. Vor der Auslieferung nach Gmünd werden sämtliche Hydraulikleitungen erneuert, die Beleuchtung optimiert und das Fahrzeug auf österreichische Normen adaptiert. Es müssen natürlich auch die Maschinisten auf dem neuen Gerät geschult werden. „Daher wird die bisher verwendete Teleskopmastbühne noch bis kommendes Jahr ebenfalls verwendet. Die neue Teleskopmastbühne wird im kommenden Jahr dann offiziell seiner Bestimmung übergeben“, so Böhm, der allen dankt, die die Feuerwehr Gmünd laufend unterstützen. „Ohne diese Unterstützung wäre das nicht möglich. Außerdem brauchen wir in den nächsten Jahren ein neues Einsatzfahrzeug, was uns wieder über 100.000 Euro kosten wird.“